Die Arbeitsgruppe Planung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. macht sich Gedanken zu verschiedenen planerischen Aspekten des Ihme-Zentrums und seiner Einbindung in die Stadt.
Hier:

Neue Nutzungen

Das Ihme-Zentrum wurde als eine multifunktionale, hoch verdichtete Komplexbebauung errichtet. Wohnen, Dienstleistung, Einzelhandel, Gesundheit, Kultur und Freizeit sowie öffentliche Einrichtungen wurden in enge Nachbarschaft gebracht. Der ganze Tagesablauf kann mit extrem kurzen Wegen bewältigt werden. Dies ist auch heute noch eine der großen Qualitäten des Ihme-Zentrums. Diese Qualität soll weiterentwickelt werden. Neue Nutzungen müssen hauptsächlich für die Flächen des nicht funktionierenden Einkaufszentrums im Sockel gefunden werden.

Produktive Stadt

Die Produktion als Nutzung wurde aufgrund der damals erheblichen Emissionen als Funktion ausgelagert. Durch verbesserte Bautechnik und die Digitalisierung entstehen inzwischen neue Produktionstechniken, die leiser, platzsparender und umweltfreundlicher sind. Deshalb kann diese Produktion in die Stadt zurückkehren. Produzierende Gewerbehöfe profitieren von ihrem Standort im Stadtteil. Die Gründerszene, die räumliche wie soziale Nähe zu Forschungs- und Bildungseinrichtungen, der gute Zugang zu qualifiziertem Personal, kurze Wege und die Nähe zu den eigenen Absatzmärkten haben in anderen Städten bereits neue Stadtfabriken entstehen lassen. Der 6-8 m hohe Sockel zwischen Küchengarten und Gartenallee bietet für diese Nutzung ideale Voraussetzungen.

Kreativ- und Kulturetage

Die aufgrund ihrer Lage- und Belichtungsmöglichkeit schwer nutzbare Flächen der ehemaligen Saturn-Verkaufsflächen können dringend benötigten Ateliers und Co-Working-Spaces Platz bieten.

Neue Wohnnutzungen

Die leerstehenden Büroetagen in den Obergeschossen entlang der Blumenauer Straße eignen sich für ca. 100 ebenfalls dringend benötigte, innerstädtische, barrierefreie Wohnungen.

Einzelhandel

Einzelhandelsflächen werden sich in geringerem Umfang entlang der neuen Wegeverbindungen Küchengarten und Gartenallee für den örtlichen Bedarf ansiedeln lassen. Hier sollen Supermarktflächen mit begleitenden Läden (Bäckerei, Fleischerei etc.) vorgesehen werden.

Bestehende Büro- und Wohnnutzungen in den Obergeschossen

Diese Nutzungen in den Obergeschossen funktionieren und sollen nicht geändert werden. Die Flächen der ehemaligen Einkaufszentrumspassage sollen als halböffentliche Fläche oder Wohnhof diesen Nutzungen zugeordnet werden.

Studentenwohnheim und Fitness

Ausgehend vom ebenfalls gut nachgefragten Studentenwohnheim könnten ggf. in Zusammenarbeit mit dem Bereich Sport der Leibniz-Universität verstärkt Fitness- und Wassersportangebote angesiedelt werden.

Die AG Architektur und Stadtplanung bereitet Workshops und eine Seminar mit der Leibniz-Universität vor, um konkretere Vorschläge für die Sockelnutzung als Produktive Stadt und andere neue Nutzungen zu entwickeln.