Theater im Juni: Outside – Das Pornoding

Im September 2016 konnte fensterzurstadt mit >Penthesilea – mein Leben als Frau< das erste Projekt im Rahmen der Trilogie >Inside – Outside – Nowhere< (3 Reisen in die Intimzone) in einem Glascontainer auf dem Goseriedeplatz gegenüber der Kestnergesellschaft zeigen.

Outside – Das Pornoding< ist nun der zweite Teil dieser Trilogie, in der sich das Ensemble  von fensterzurstadt mit einer Reihe von szenischen Experimenten beschäftigt, die inhaltlich um die Frage kreisen, wie unsere Gesellschaft mit  Liebe, Sex und Intimität umgeht und was das für die Identitätsbildung jedes Einzelnen bedeuten kann. Sie lebt von dem Charme des Flüchtigen und fordern die Akteure zur Preisgabe oder auch zur Verteidigung ihrer persönlichen und auch darstellerischen Schutzräume, Konventionen und Intimzonen heraus.

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit und in den Räumen der Zukunftswerkstatt IhmeZentrum.

Mehr dazu

 

 

Aufruf an Filmleute

Die Kultur-AG der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. plant am 15. September 2018 in den Vereinsräumen ein Kurzfilmfestival mit Prämierung zu veranstalten.

Das Motto des Kurzfilmwettbewerbs lautet „Probebetrieb“, und die Laufzeit der eingereichten Filme muss zwischen 3 Minuten und 5 Minuten liegen. Weitere Vorgaben gibt es nicht; Genre und Handlung liegen völlig im Ermessen der KünstlerInnen.

Im finalen Wettbewerb des Kurzfilmfestivals können bis zu 12 Filme gegeneinander antreten. Die Vorauswahl wird von einer Jury, bestehend aus Mitgliedern der Kultur-AG der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, getroffen. Die Sieger im Wettbewerb des Kurzfilmfestivals wird das Publikum am Veranstaltungsabend wählen.

Filme, die im Wettbewerb laufen sollen, können auf üblichen Speichermedien (USB-Stick, Speicherkarte, DVD) gesendet werden an
Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum, Ihmeplatz 7e, 30449 Hannover. oder per Mail/Datentransfer an kultur@ihmezentrum.info geschickt werden.

Einsendeschluss ist der 15. August 2018.

Fragen beantworten die Organisationsverantwortlichen Jan-Philippe Lücke, Anke Biedenkapp und Michael Brunke gern. Sie sind unter kultur@ihmezentrum.info erreichbar.

Workshop: Energiekonzepte im Ihme-Zentrum

Das Ihme-Zentrum verbraucht mehr Energie als es müsste – beispielsweise durch schlechte Dämmung oder veralterte Haustechnik. Es gibt also Optimierungspotenzial. Am 25. April haben Interessierte gemeinsam mit Experten in einem Workshop Konzepte erarbeitet, das Ihme-Zentrum energetisch zu verbessern. In Referaten von Gerd Runge und Stefanie van Heeren ging es beispielsweise um die Ist-Situation der Gebäudehülle und der Gebäudetechnik. In einer Disskussionsrunde wurde von Matthias Wohlfahrt (proKlima) angeregt, ein “Leuchtturmprojekt”im Ihmezentrum zu suchen, an dem das Energiekonzept erstellt und umgesetzt werden soll. Das wollen Bewohnerinnen und Bewohner des Ihme-Zentrums nun gemeinsam mit Experten in der Ihmepassage 4 in die Tat umsetzen, wo es zwölf gewerbliche Einheiten und zwei Wohnungen gibt. Ein Workshop mit tollen Ergebnissen!

Die veranslatung war Teil der Veranstaltungsreihe #ihmezentrum2025 in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und der Leibniz-Universität Hannover.

Wir sind da!

In den letzten Wochen gab es Meldungen in Tagespresse, die zu Verunsicherung führten, ob denn weiterhin Veranstaltungen in der Zukunftswerkstatt stattfinden.  Unsere Antwort: Ja, es geht normal weiter. Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen und auf unsere Besucherinnen und Besucher.

Die Eigentümerin unserer Vereinsräume hat hierzu am 12. Januar eine öffentliche Stellungnahme abgegeben.

Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V.

Stellungnahme der Ihmeplatz-7e-GmbH vom 12. Januar 2018

Wir zitieren nachfolgend die öffentliche Stellungnahme der Ihmeplatz-7E-GmbH:

In dem Artikel in der HAZ vom 9. Januar 2018 „Noch mehr Zoff im Ihme-Zentrum“ ist von einem „mahnenden Brief“ seitens des Vorsitzenden der Verwaltungsbeiräte Jürgen Oppermann die Rede. Einen solchen Brief haben weder wir noch der Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. erhalten, so dass wir dazu keine Stellung nehmen können. Wir beschränken uns deshalb auf eine Gegendarstellung zu den inhaltlichen Aussagen des benannten Artikels:

Der Ihmeplatz-7e-GmbH als Inhaberin der vom Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. angemieteten Räume, wurden seitens der Hausverwaltung zahlreiche Unterlagen, die zur Nachvollziehbarkeit der Hausgeldabrechnung erforderlich sind, ohne Angabe von Gründen monatelang vorenthalten. Das können wir detailliert durch umfangreichen Schriftverkehr nachweisen. Die Hausverwaltung hat nunmehr einen Großteil der notwendigen Unterlagen zugänglich gemacht. Ein Zahlungsrückstand der GmbH besteht nicht. Jürgen Oppermann hätte aus unserer Sicht als Beirat für die fristgerechte vollständige Übergabe der Unterlagen durch die Hausverwaltung an uns sowie die weiteren Eigentümer sorgen müssen, anstatt durch öffentliche Falschaussagen über unser Zahlungsverhalten unseren Ruf zu schädigen.

Die von Jürgen Oppermann erwähnte Klageandrohung seitens der Hausverwaltung zielt auf das Verbot, unsere Räume gemäß des bestehenden Mietvertrages mit der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. durch diesen nutzen zu lassen. In diesem Vertrag ist vereinbart:
„§ 2 Mietzweck: (1) Der Mieter ist berechtigt, während der Mietdauer i.S.d. §3 das Mietobjekt im Rahmen der in der Vereinssatzung festgelegten Zwecke (Satzungsauszug siehe Anlage 2) zu nutzen.

Zitat aus der dem Mietvertrag beiliegenden Satzung:
„Weiter plant der Verein die Anmietung und den Betrieb einer Informations- und Kommunikationswerkstatt als Treffpunkt für Interessierte, für die Durchführung von Themenveranstaltungen, als Ort für Ausstellungen und kleinere Kulturveranstaltungen.“

Dieser Mietertrag wurde zwischen dem Verein Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. und der Voreigentümerin der Räume bereits im 2016 geschlossen, wobei diese beim Vertragsschluss durch die Cardea Hausverwaltung vertreten wurde. Genau dieselbe Hausverwaltung will jetzt den Mietvertrag nicht mehr kennen und die Nutzung gemäß des von ihr selbst (als Vertreterin) unterzeichneten Mietvertrages notfalls auf dem Klageweg unterbinden. Dies halten wir für einen Willkürakt nach „Gutsherrenmanier“. Den werden und können wir nicht hinnehmen, weil dies die positive Entwicklung des Ihme-Zentrums gefährdet und Beirat und Hausverwaltung zudem in Kauf nehmen, dass ein Eigentümer im Ihme-Zentrum existenziell bedroht wird.

Wir sind seit Langem die ersten Akteure im Gewerbebereich, die wieder neu in das Ihme-Zentrum gezogen sind. Wir haben investiert, Jobs geschaffen und zahlen Steuern. Die Hausverwaltung will offenbar alle neuen gewerblichen Nutzungen unterbinden, die von dem gescheiterten Einkaufszentrum aus den 70er-Jahren abweichen. Dieses Konzept ist für die Wiederbelebung des Ihme-Zentrums aussichtslos. Hausverwaltung und Beirat schaden dem Image des Ihme-Zentrums, weil Gewerbeinteressenten unkalkulierbare Nutzungsfestlegungen befürchten müssen.

Auf die übrigen Verdächtigungen und Unterstellungen zu unseren Zielen und Aktivitäten wollen wir nicht antworten. Es handelt sich um eine Privatmeinung von Jürgen Oppermann und steht in keinem Zusammenhang mit seiner Funktion als Verwaltungsbeirat. Denn Herr Oppermann hat kein verantwortliches Sprecheramt für das Ihme-Zentrum und seine Bewohner oder Eigentümer inne. Seine Aufgabe beschränkt sich auf die Kontrolle der Hausverwaltung.

Karin Menges, Helmut Drewes und Gerd Runge für die Ihmeplatz 7e GmbH

 

Ein Designfest im Ihme-Zentrum

Ein buntes Potpourri rund um die Themen Produktdesign und ProduktdesignerInnen aus Hannover sowie spannende Projekte aus der Region. Diskussionen und Objekte guten Designs. Das alles gibt es am Sonnabend, 13. Januar in der Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz 7E.

Mehr Infos

Schwerpunkt Architektur und Planung

Mehrere Veranstaltungen machen in diesen Wochen Lust auf die Architektur des Ihme-Zentrums. Wir laden Sie herzlich dazu ein:

Neue Nutzungen – Diskussionspapier

Die Arbeitsgruppe Planung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. macht sich Gedanken zu verschiedenen planerischen Aspekten des Ihme-Zentrums und seiner Einbindung in die Stadt.
Hier:

Neue Nutzungen

Das Ihme-Zentrum wurde als eine multifunktionale, hoch verdichtete Komplexbebauung errichtet. Wohnen, Dienstleistung, Einzelhandel, Gesundheit, Kultur und Freizeit sowie öffentliche Einrichtungen wurden in enge Nachbarschaft gebracht. Der ganze Tagesablauf kann mit extrem kurzen Wegen bewältigt werden. Dies ist auch heute noch eine der großen Qualitäten des Ihme-Zentrums. Diese Qualität soll weiterentwickelt werden. Neue Nutzungen müssen hauptsächlich für die Flächen des nicht funktionierenden Einkaufszentrums im Sockel gefunden werden.

 

Produktive Stadt

Die Produktion als Nutzung wurde aufgrund der damals erheblichen Emissionen als Funktion ausgelagert. Durch verbesserte Bautechnik und die Digitalisierung entstehen inzwischen neue Produktionstechniken, die leiser, platzsparender und umweltfreundlicher sind. Deshalb kann diese Produktion in die Stadt zurückkehren. Produzierende Gewerbehöfe profitieren von ihrem Standort im Stadtteil. Die Gründerszene, die räumliche wie soziale Nähe zu Forschungs- und Bildungseinrichtungen, der gute Zugang zu qualifiziertem Personal, kurze Wege und die Nähe zu den eigenen Absatzmärkten haben in anderen Städten bereits neue Stadtfabriken entstehen lassen. Der 6-8 m hohe Sockel zwischen Küchengarten und Gartenallee bietet für diese Nutzung ideale Voraussetzungen.

Kreativ- und Kulturetage

Die aufgrund ihrer Lage- und Belichtungsmöglichkeit schwer nutzbare Flächen der ehemaligen Saturn-Verkaufsflächen können dringend benötigten Ateliers und Co-Working-Spaces Platz bieten.

Neue Wohnnutzungen

Die leerstehenden Büroetagen in den Obergeschossen entlang der Blumenauer Straße eignen sich für ca. 100 ebenfalls dringend benötigte, innerstädtische, barrierefreie Wohnungen.

Einzelhandel

Einzelhandelsflächen werden sich in geringerem Umfang entlang der neuen Wegeverbindungen Küchengarten und Gartenallee für den örtlichen Bedarf ansiedeln lassen. Hier sollen Supermarktflächen mit begleitenden Läden (Bäckerei, Fleischerei etc.) vorgesehen werden.

Bestehende Büro- und Wohnnutzungen in den Obergeschossen

Diese Nutzungen in den Obergeschossen funktionieren und sollen nicht geändert werden. Die Flächen der ehemaligen Einkaufszentrumspassage sollen als halböffentliche Fläche oder Wohnhof diesen Nutzungen zugeordnet werden.

Studentenwohnheim und Fitness

Ausgehend vom ebenfalls gut nachgefragten Studentenwohnheim könnten ggf. in Zusammenarbeit mit dem Bereich Sport der Leibniz-Universität verstärkt Fitness- und Wassersportangebote angesiedelt werden.

Die AG Architektur und Stadtplanung bereitet Workshops und eine Seminar mit der Leibniz-Universität vor, um konkretere Vorschläge für die Sockelnutzung als Produktive Stadt und andere neue Nutzungen zu entwickeln.

 

Eigentum und Recht

Die Arbeitsgruppe Architektur und Stadtplanung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum (kurz: AG Planung) sieht in der unübersichtlichen Eigentumsstruktur die Hauptursache für Stagnation und Verfall des Ihme-Zentrums. Dringend notwendige Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen werden seit Jahren nicht ausgeführt. Die Haustechnik ist so überaltert, dass für Leitungsschäden kein üblicher Versicherungsschutz besteht. Undichte Dächer gefährden die Bausubstanz.
Die seit 1971 fortgeschriebene Beschlusssammlung zur Gemeinschaftsordnung umfasst mehrere hundert Seiten. Das Einkaufszentrum ist immer noch die Geschäftsgrundlage der Betriebskostenverteilung, obwohl es längst verwaist ist.
Erhebliche Eingriffe in das Gemeinschaftseigentum von 2007 blieben in der Teilungserklärung bislang unberücksichtigt.
Dies bietet Anlass für zahlreiche rechtliche Auseinandersetzungen, die allesamt nur Verschiebungen in den Kostenverteilungen zum Ziel haben. Sie entwickeln keine Lösungsperspektive, weil die Strukturprobleme und die damit einhergehende gegenseitige Lähmung nicht behoben wird. Der Versuch der Landesbank Berlin, die Eigentumsstruktur privatrechtlich zu reformieren, ist an der fehlenden Zustimmung einzelner Eigentümer gescheitert.
Ein Vorschlag der AG Planung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist die öffentliche Widmung des Wege- und Erschließungssystems im Ihme-Zentrum. Dadurch werden einzelne Eigentümergemeinschaften ähnlich unabhängig, wie dies im umliegenden Stadtteil der Fall ist. Auf dieser Grundlage gelingt die Entflechtung der Interessen der Sondereigentumsflächen Gewerbe und Wohnen. Hiervon würden alle profitieren:
  • Die Wohnungseigentümer bekämen unabhängige Zugänge von öffentlichen Flächen. Die Haftung würde mit übersichtlicheren Eigentümergemeinschaften begrenzt. Dringend erforderliche Instandhaltungsinvestitionen könnten angegangen werden.
  • Die Gewerbeeigentümer bekämen Sondereigentumsflächen die sie wirtschaftlich unabhängig entwickeln können.
  • Die Kommune bekäme ein öffentlich gewidmetes Wegesystem, mit dem Ihme-Zentrum, umliegender Stadtteil und Flussufer zusammenwachsen würden. Die Wiederbelebung der Gewerbeflächen würde erhebliche Steuereinnahmen generieren.

Wir gehen davon aus, dass die Neustrukturieren der Eigentumsordnung nur mit öffentlicher Moderation und ggf. mit öffentlich-rechtlichen Eingriffen möglich ist.

Deshalb begrüßen wir außerordentlich, dass die Stadtverwaltung Mittel des Bundesbauministerium eingeworben hat, um
  • die rechtlichen Möglichkeiten der Neustrukturierung nach Wohnungseigentumsrecht und Baugesetzbuch zu klären,
  • ein öffentlich gewidmetes Wegesystem herzustellen und rechtlich abzusichern,
  • die internen und externen Kommunikationsprozesse als Grundlage für eine Neuausrichtung zu moderieren.

Die AG Architektur und Stadtplanung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum steht im Austausch mit der derzernatsübergreifenden Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung.