KÜCHENGARTEN – NEU GEDACHT

6 – Verkehr

Das Ihme-Zentrum ist durch die riesigen Verkehrsflächen vom Stadtteil getrennt. Ursache ist das immer noch gültige Verkehrskonzept aus den 60er Jahren. Um dem PKW möglichst viel Raum zu schaffen wurde für die Stadtbahn in einen Tunnel geplant. Rad – und Fußverkehr wurde auf eine Brücke verlagert. Nach Aufgabe des Tunnelprojektes und Abriss der Brücke sind alle Verkehrsarten wieder auf einer Ebene – aber leider so miteinander verknotet, dass sie sich gegenseitig behindern und viel mehr Verkehrsflächen verbrauchen, als notwendig. Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum hat auf Grundlage der heutigen Verkehrsbelastungen einen Vorentwurf für ein „entknotetes“, flächenssparsames Verkehrskonzept vorgelegt.

Alle Verkehrsarten profiieren: Der private Kraftfahrverkehr wird einfacher, weil ein Kreisverkehr den Verkehr auf die Fössstr, Blumenauerstraße und Spinnereistraße effektiver verteilt als die bisherigen zahllosen Abbiegespuren. Der KFZ-Verkehr bleibt allein südwestlich der Stadtbahntrasse. Deshalb entfällt die Verschneidung der beiden Verkehrsarten im Kreuzungsbereich – und die Wartezeiten für die Vorrangschaltung.  Die Haltestellen von Bus und Bahn rücken näher zusammen. Der Rad – und Fußverkehr erhält einfachere, kürzere und schnellere Verbindungen sowie sicherere Querungen. Das Ihme-Zentrum wird in das Fuß- und Radwegsystem des Stadtteils eingebunden. Der Küchengarten wird mit einer neuen Brücke an den Goethekreisel und den Innenstadtring am Steintor angeschlossen.

In der Flächenbilanz zeigt sich, dass durch die Vereinfachung insgesamt 4.800 m² Grundstücksflächen frei werden, die nicht mehr für den Verkehr benötigt werden. Dem stehen lediglich 473 m² Fläche gegenüber, die für den Kreisel benötigt werden und bislang zum Küchengartenplatz gehören aber wenig genutzt wurden

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Verkehr entflechten