Rundg├Ąnge

Am Endeckertag der Region Hannover gibt es wieder mehrere der beliebten Rundg├Ąnge.

Pandemiebedingt geht das in diesem Jahr nur nach Anmeldung. N├Ąhere Informationen und Anmeldem├Âglichkeiten finden Sie auf www.entdeckertag.de.

Weitere Termine f├╝r Rundg├Ąnge finden Sie in K├╝rze wieder in unserer Termin├╝bersicht.

Licht am Ende des Tunnels

Lange hat es gedauert. Daf├╝r kommt es jetzt mit gro├čer Intensit├Ąt. Die Planungen f├╝r die Durchwegung von der Gartenallee ├╝ber die Ida-Ahrenhold-Br├╝cke zur Calenberger Neustadt gehen mit engem Zeitplan voran. Vom 29.06. bis zum 19.07.2020 haben Anwohner drei Wochen Zeit, um zu zwei Entwurfsvarianten Stellung zu nehmen. Das kann per Postkarte oder im Internet┬á geschehen. Wir rufen alle auf, ihre Anregungen, W├╝nsche, Vorstellungen aber auch ihre Bedenken in den Prozess einzubringen. Wir ÔÇô insbesondere die AG Planung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ÔÇô haben uns die Pl├Ąne genauer angesehen. Die Zukunftswerkstatt wurde auch w├Ąhrend eines besonderen Termins ├╝ber den Stand der Planung von Stadtplanungsamt, Hausverwaltung und Gro├čeigent├╝mer in Kenntnis gesetzt. Hier unsere Einsch├Ątzung:

Wir freuen uns, dass die Durchwegung gradlinig, teilweise breit und ├╝bersichtlich durch das Ihme-Zentrum gef├╝hrt werden soll. Das Wegesystem der angrenzenden Stadtteile wird teilweise aufgenommen. Der Durchgang wird ├╝ber Decken├Âffnungen mit Tageslicht versorgt. Gel├Âst werden konnte eine komplizierte rechtliche Frage: Der Weg kann nicht nur ├Âffentlich genutzt werden, sondern ist auch ├Âffentlich gewidmet. Au├čerdem suggerieren die Planskizzen, dass der Weg nachts sehr gut beleuchtet werden soll.

Unsere prinzipielle Kritik an beiden vorgestellten Varianten ist, dass es sich nur um eine Variante mit zwei signifikant unterschiedlichen Designmerkmalen handelt: der eckige Rhombenentwurf und das runde Kreisdesign. In der planerischen Grundstruktur ├Ąhneln sich beide Entw├╝rfe ÔÇ×wie ein Ei dem anderen.ÔÇť

Diese planerische Grundstruktur weist deutliche M├Ąngel auf: So werden die Chancen der hohen Publikumsfrequenz, die sich mit der Aufwertung der Durchwegung noch steigern wird, nicht genutzt. Das Ihme-Zentrum wurde im urspr├╝nglichen Planungsansatz der 1960er Jahre um eine Etage nach oben verschoben. Damit wurde die Stra├čenebene zum Kellergeschoss ÔÇô und diese Gestaltung zu einer Ursache der st├Ądtebaulich isolierten Insell├Âsung. Den Fenstern und Eing├Ąngen der Wohn- und Gewerbebebauung an der Blumenauer Stra├če wurde ein Tiefgaragengeschoss gegen├╝bergestellt.

Beide aktuell pr├Ąsentierten Varianten der hoch frequentierten Durchwegung tragen wieder nicht dazu bei, das Ihme-Zentrum hinreichend in den Siedlungskontext einzubetten. Es handelt sich um eine Tunnell├Âsung, die nur durch Nutzungen flankiert wird, die nicht in den st├Ądtebaulichen Kommunikationsbereich geh├Âren, so dass keine st├Ądtebauliche Einbettung in den r├Ąumlichen Kommunikationszusammenhang erfolgt. Die angrenzenden Nutzungen sind: lange Brandwand, Fluchttreppenh├Ąuser, M├╝ll-Container, Garagenzugang und Fahrradabstellr├Ąume. In einem ├Âffentlichen Stra├čenraum entwickelt sich durch Fenster, Eingangsbereiche sowie L├Ąden, Caf├ęs und Werkst├Ątten , ein System der sozialen Anteilnahme und Verantwortlichkeit. Diese Qualit├Ąten erreicht eine Brandwand nicht ÔÇô egal ob sie mit Rauten oder Kreisen dekoriert wird.

Es besteht das Risiko, dass beide Varianten der Durchwegung wieder den Charakter eines Angstraums entwickeln, der sowohl Gender-Kriterien in der Stadtplanung als auch Kriterien der st├Ądtebaulichen Kriminalpr├Ąvention nicht gerecht wird. Folgende Kritikpunkte spielen dabei eine Rolle:

  • Es findet keine nat├╝rliche soziale Kontrolle durch angelagerte Nutzungen (wie z.B. Kiosk, L├Ąden, Gastronomie) statt.
  • Auf der Seite zur Gartenallee droht die trichterf├Ârmige Engstelle Konflikte zwischen Nutzerinnen und Nutzern auszul├Âsen.
  • Der ├ťbergang ├╝ber die Gartenallee schlie├čt sich nicht organisch an; auch hier ist eine Nutzungsverknotung zu bef├╝rchten.
  • In der Durchwegung fehlt eine ├╝berzeugende Zonierung ÔÇô d.h. es gibt keine ├╝berzeugende Ordnung des Rad- und Fu├čverkehrs; vor der Ida-Ahrenhold-Br├╝cke fehlt eine Zonierung f├╝r eine gastronomische Au├čenbewirtschaftung, von der aus nat├╝rliche soziale Kontrolle in die Durchwegung wirken kann, und eine Zonierung zur halb├Âffentlichen Abstufung des ├ťbergangs vor dem benachbarten Hauseingang.

Wir machen folgende Vorschl├Ąge zur Verbesserung ÔÇô daf├╝r ist eine Erweiterung des Bearbeitungsbereiches notwendig:

  • Brandw├Ąnde sind im Abstand von 40-50 m notwendig. Deshalb kann die Brandwand von der Nordwest-Fassade der Durchwegung auch 5-10 m nach innen verschoben werden. Damit bekommt die Fassade die Chance, dort Nutzungen anzulagern, die den Verkehrsraum beleben und f├╝r Sicherheit sorgen.
  • Die Durchwegung soll sich m├Âglichst weitgehend den Qualit├Ąten einer Stra├če ann├Ąhern. Deshalb ist die Fortf├╝hrung der Gestaltung der neuen Stra├čenfassade an der Blumenauer Stra├če in die Fassaden der Durchwegung naheliegend. Da im kurzen Planungszeitraum kein Nutzungskonzept entlang der Durchwegung entwickelt werden kann, gilt es, das parallele Dilemma ÔÇô Fassade ohne Nutzung ÔÇô zu l├Âsen. Weshalb nicht auch hier auf die L├Âsung der Fassade in der Blumenauer Stra├če zur├╝ckgreifen: Die Fassaden an der Durchwegung wird ebenfalls in regelm├Ą├čige Segmente aufgeteilt, in denen hinterher nach Nutzungsbedarf offene und geschlossene Elemente miteinander kombiniert werden k├Ânnen. Dazu ist eine Abtrennung von Fl├Ąchen f├╝r angelagerte Parkraum-Nutzungen erforderlich.
  • ├ľffnung der Engstelle und Platzierung eines Kiosks o.├Ą., von dem aus nat├╝rliche soziale Kontrolle von der Seite der Gartenallee erfolgen kann.
  • Den ├ťbergang ├╝ber die Gartenallee organisch anschlie├čen.
  • Konfliktmindernde Zonierung: Klare Trennung des Rad- und Fu├čverkehrs in der Durchwegung, Zone f├╝r gastronomische Au├čenbewirtschaftung vor der Ida-Ahrenhold-Br├╝cke, gestalterische Schaffung eines halb-├Âffentlichen ├ťbergangs vor dem Hauseingang ÔÇ×Ihmepassage 2ÔÇť auf der Ostseite.

Ist das alles?

Nach zwei Jahren Stille ist ein Vertrag zwischen der Stadtver┬şwaltung und dem Gro├čeigent├╝mer unterzeichnet worden. Selbstverst├Ąndlich freuen wir uns sehr, dass an die Stelle des Provisoriums nun endlich eine ansprechende gro├čz├╝gige Durchwegung zwischen Gartenallee und Ida-Ahrenholt-Br├╝cke treten wird.

Die Stadtverwaltung hat finanzielle Zusagen ├╝ber 2 Millionen Euro vom Bundesministerium zugesagt bekommen auch und gerade wegen eines B├╝rgerbeteiligungskonzepts. Dabei hat sie auch von der Arbeit des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum profitiert, der bereits zweimal f├╝r den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis nominiert wurde.

Aber zwei Jahre seit der gro├čen Auftaktveranstaltung im Mai 2018 ist nichts passiert. Der Berg krei├čte und gebar eine Maus: Auf der vom Mediationsb├╝ro eingerich┬şteten Website findet man jetzt ein Zeitfenster von zweieinhalb Wochen f├╝r die Beteiligung der B├╝rgerinnen und B├╝rger.

Echte Beteiligungsprozesse sehen anders aus. Da m├╝ssen wir nicht einmal in andere St├Ądte gucken, wo es exzellente Beispiele g├Ąbe. Wir erinnern uns an die Sanierungsgebiete Linden-S├╝d und Linden-Nord, an die Beteiligungsformate f├╝r die Neugestaltung des Steintors.

Auch wie und wann die Verwendung der F├Ârdermittel f├╝r die Entwickling von Konzepte f├╝r sozio-kulturelle Nutzungen in R├Ąumen des Ihme-Zentrums vorgesehen ist, steht in den Sternen.

Seit zwei Jahren gab es keine Gespr├Ąche mehr mit der Stadtspitze oder der Bauverwaltung mit der Zukunftswerkstatt, und auch ein Brief an den neuen Oberb├╝rgermeister bleibt seit zwei Wochen unbeantwortet.

Da hilft es auch nicht, dass die Information auf der st├Ądtischen Website von Bannern f├╝r ÔÇ×Mein Hannover 2030 ÔÇô jeden Tag eine gute StadtÔÇť und f├╝r die Kampagne ÔÇ×Kulturhauptstadt Hannover 2025ÔÇť flankiert wird.

Wir warten weiter auf den Dialog.

Wieder offen

Nach der Allgemeinverf├╝gung des Landes Niedersachsen (Stand 5. Mai) kann unser Saal ab dem 11. Mai wieder genutzt werden, jedoch nur f├╝r geschlossene Veranstaltungen und mit max. 20 Personen. Die Miete betr├Ągt f├╝r gemeinwohlorientierte Gruppen 60 ÔéČ pro Veranstaltung, bei anderen Veranstaltern 100 ÔéČ. Dies beinhaltet eine sorgf├Ąltige Reinigung aller Fl├Ąchen nach jeder Nutzung nach den Regeln der Coronaverordnung durch den Vermieter und die Bereitstellung eines Beamers. Ein G├Ąste-WLAN steht zur Verf├╝gung, damit bei Bedarf Externe per Videokonferenz, Skype, Zoom u.├Ą. zugeschaltet werden k├Ânnen.

F├╝r Raumbuchungen wenden Sie sich bitte wie ├╝blich an raum@zukunftswerkstatt.info.

Umbau des Ihme-Zentrums

Im s├╝dlichen Bereich der Blumenauer Stra├če ist Anfang April die Demontage von Fassadenverblendungen fortgesetzt worden und damit auch ein praktischer Schritt zur Neugestaltung des Sockelbereichs des Ihme-Zentrums┬á erkennbar. Auch das Baustellenschild an der Blumenauer Stra├če wurde erneuert.

Im Ihme-Zentrum selber tut sich baulich aber derzeit wenig. Immerhin waren schon mehrfach Pl├Ąne zur Neugestaltung der Fu├čweg/Radweg-Durchwegung (Gartenallee <> Calenberger Stra├če etc.) in den Medien, aber eine Information an die kleineren Eigent├╝mer oder gar eine B├╝rgerbeteiligung hat bisher nicht stattgefunden. Wir hoffen zwar, dass die Aktivit├Ąten trotz Corona weitergehen, es k├Ânnte aber auch zu weiteren Verz├Âgerungen kommen.

Pl├Ąne f├╝r den weiteren Umbau der Basisebene oder f├╝r die zuk├╝nftige Nutzung des enercity-B├╝roturms sind derzeit nicht bekannt. Auch hier ist bisher keinerlei B├╝rgerbeteiligung zu sp├╝ren.

F├╝r Schlagzeilen sorgte am Jahresanfang ein Beschlussantrag f├╝r die Eigent├╝merversammlung, wonach sich alle Gewerbeeigent├╝mer (nicht nur der Gro├čeigent├╝mer) an den Kosten der Sanierung beteiligen sollen (ca. 50 Millionen Euro oder mehr), wobei die Tr├Ągergesellschaft der Zukunftswerkstatt, die Ihmeplatz 7E GmbH, mit zumindest 160.000 Euro beteiligt ist. Die Tr├Ągergesellschaft und der Verein arbeiten an einer L├Âsung des Problems.

Umbau der Zukunftswerkstatt

Zum Jahreswechsel wurde der Umbau des gro├čen Saals erfolgreich umgesetzt. Nach weitgehendem Entfernen der Deckenverkleidung steht nun eine h├Âhere Decke zur Verf├╝gung, daraus resultierend eine bessere Akustik und mehr Platz f├╝r Pr├Ąsentationen per Beamer etc.; wir haben daf├╝r fast 13.000 Euro investiert. Daneben haben wir auch ein neues Schlie├čsystem, das u.a. auch einen Zugang per PIN erm├Âglicht.

Dank an alle ehrenamtlich Beteiligten aus der Raum-AG, aber nat├╝rlich auch an die finanziell f├Ârdernde Stadt Hannover!

2019 fanden in unseren R├Ąumen 242 Veranstaltungen mit ca. 6.500 Teilnehmer*innen statt. Ein besonderer Dank an unseren ÔÇ×Raummanager”, ohne den das nicht h├Ątte bew├Ąltigt werden k├Ânnen.

Wir hoffen, unsere R├Ąume nach Ende der epidemiebedingten Schlie├čung wieder mit vielf├Ąltigem Leben f├╝llen zu k├Ânnen.

Corona-Virus

Wir beobachten laufend die Empfehlungen von Stadt und Land zur Gefahrenlage. Zurzeit gilt die Empfehlung, alle Versammlungsorte zu schlie├čen. Deshalb bleibt die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum geschlossen. Auch unsere Rundg├Ąnge setzen wir bis auf Weiteres aus.

Bitte beachten Sie die allgemeinen Vorsichtsma├čnahmen: h├Ąufiges gr├╝ndliches H├Ąndewaschen, Begr├╝├čungen ohne Umarmungen oder Handschlag, Abstand halten zu anderen Personen, Husten und Niesen in Taschentuch oder Armbeuge.
 

Jahresr├╝ckblick 2018

Viel Licht, aber auch Schatten
Ein Jahresr├╝ckblick auf unsere Vereinsarbeit

Viel Licht !

Wenn man bedenkt, dass unser Verein erst vor 2┬Ż Jahren gegr├╝ndet wurde und wir unsere R├Ąume erst vor 1┬Ż Jahren in Betrieb genommen haben, so kann sich die Bilanz des Jahres 2018 sehr gut sehen lassen:

  • Im Jahr 2018 haben mehr als 6.400 Menschen an 291 Terminen die Zukunftswerkstatt am Ihmeplatz besucht ÔÇô im Mittel also 22 Personen pro Veranstaltung, von kleinen Arbeitsgruppen mit 5-6 Personen bis hin zu mit 180 Menschen ├╝berf├╝llten R├Ąumen. 158 Veranstaltungen (54 %) fanden in Eigenregie statt, 53 (18 %) waren Kooperationsprojekte (die Federf├╝hrung lag bei anderen Organisationen, wir waren Partner) und 80 (28 %) waren eigenst├Ąndige Veranstaltungen Dritter und wir die Vermieter. Dank insbesondere an Lucy Winkler und Manfred Hinz f├╝r deren unerm├╝dliche Arbeit beim Raum- und Veranstaltungsmanagement! Und ein Dank an alle Mieter und Projektpartner, ins-besondere auch an die Kulturverwaltung der Stadt f├╝r die sehr gute Zusammenarbeit! Lucy hat ihre T├Ątigkeit zu Ende 2018 beendet und wir m├╝ssen sehen, wie es mit dem ÔÇ×Kultur-EventmanagementÔÇť weitergeht (Tina Stolz hat kurzfristig eine Stelle an einer Schule bekommen und f├Ąllt f├╝r diese Funktion aus.)
  • Beim Projekt ihmezentrum#2025 wurden bei sieben Veranstaltungen mit ├╝berregional kompetenten Referent*innen und einem Wettbewerb von Architekturstudent*innen eine Vielzahl von faszi-nierenden Ideen entwickelt, wie das Ihme-Zentrum bis zum Jahr 2025 nachhaltig revitalisiert werden und es zu einem Leuchtturm einer Europ├Ąischen Kulturhauptstadt Hannover werden k├Ânnte. Dank insbesondere an die Kulturverwaltung f├╝r die finanzielle Unterst├╝tzung, an Costa Alexander f├╝r die Konzeptentwicklung und Mittelakquise und an ihn und Gerd Runge f├╝r die Koordination der Veranstaltungen und die Redaktion der Dokumentation BrutalSch├Ân.
  • Erfolgreich war auch das Projekt ÔÇ×Probebetrieb eines Soziokulturellen ZentrumsÔÇť, bei dem wir mit finanzieller Unterst├╝tzung der Region Hannover (aus Landesmitteln), des Bezirksrates Linden/┬şLimmer und der Sparkasse Hannover bei ca. 20 Veranstaltungen ausprobieren konnten, welche Formate sich f├╝r uns besonders eignen und wie wir die soziokulturelle Arbeit in den n├Ąchsten Jahren weiterentwickeln. Dank an die Region Hannover, die Sparkasse und den Bezirksrat f├╝r die finanzielle Unterst├╝tzung und insbesondere an Jan-Philippe L├╝cke f├╝r dessen gro├čen Einsatz bei diesem Projekt.
  • Mit 21.700┬áÔéČ Baukosten konnten wir unsere R├Ąume endlich v├Âllig barrierefrei herrichten, in dem jetzt auch eine behindertengerechte Toilette vorhanden ist. Dank an das Nds. Ministerium f├╝r Wissenschaft und Kunst f├╝r 14.200┬áÔéČ Zuschuss, an den Architekten Ekkehard St├╝ckemann, der sich eh-renamtlich engagiert hat und an die Mitglieder unserer Raum-AG.
  • Au├čerdem konnten wir f├╝r ca. 4.000┬áÔéČ weitere Anschaffungen machen (Tische, Bilderrahmen f├╝r Ausstellungen, usw.).
  • Trotz der erheblichen Investitionen schlie├čt der Finanzhaushalt 2018 des Vereins bei ca. 75.000 ÔéČ Jahresumsatz (und ca. 360 Buchungen in der Buchhaltung) mit einem (geringen) Plus ab.
  • Die Klageandrohung der Wohnungseigent├╝mergemeinschaft, dass wir unsere R├Ąume nicht f├╝r Veranstaltungen
    nutzen d├╝rfen, wird von der WEG nicht weiterverfolgt.
  • Wir haben jetzt einen eigenen Internetauftritt www.ihmezentrum.info, in dem kontinuierlich ├╝ber
    die Aktivit├Ąten des Vereins und unsere Veranstaltungen berichtet wird. Dank an die Kommunikations-
    AG f├╝r die Arbeit. Dadurch sind wir vom Auftritt www.ihmezentrum.org unabh├Ąngig. (Constantin
    Alexander hat die Betreuung f├╝r diesen Netzauftritt inzwischen an eine andere Person abgegeben.)
  • Unsere Arbeit hat in den n├Ąchsten Jahren eine sichere Basisfinanzierung. Da es in 2019 nicht wieder
    so hohe F├Ârderungen von speziellen Projekten geben wird, hat eine besondere Bedeutung, dass der
    Rat der Landeshauptstadt vor kurzem beschlossen hat, uns zuk├╝nftig statt mit den bisherigen 8.000┬áÔéČ
    Projektzuschuss j├Ąhrlich mit 15.000┬áÔéČ ÔÇ×institutionellÔÇť zu f├Ârdern. Dank an die Mehrheitsfraktionen
    GR├ťNE, SPD und FDP f├╝r diesen ├änderungsantrag zum von der Verwaltung vorgelegten Haushaltsentwurf
    2019/┬ş2020 und die dadurch zum Ausdruck kommende Anerkennung unserer Arbeit.
  • Wir sind Kooperationspartner der ÔÇ×Gesellschaft f├╝r Au├čergew├Âhnliche ZusammenarbeitÔÇť, die beim
    Wettbewerb des Bundesbauministeriums ÔÇ×Neue Wege der QuartiersentwicklungÔÇť f├╝r die n├Ąchsten
    drei Jahre Finanzmittel f├╝r eine ÔÇ×Stadtentwicklung von UntenÔÇť erhalten hat. Mehr Infos dazu hier.
  • Auch wenn das nicht Erfolg unserer Arbeit ist, so wollen wir hier positiv w├╝rdigen, dass die Stadt
    Hannover mit den Rahmenvereinbarungen zu ihrer 20-Jahres-Mietvertragverl├Ąngerung f├╝r die B├╝ronutzung
    einen wichtigen Impuls gegeben hat, dass es im Ihme-Zentrum ├╝berhaupt weitergeht.
  • Mit ca. 20 ehrenamtlich Aktiven haben wir im Verh├Ąltnis zu Vereinen eine recht gute Beteiligungsquote.

Aber es gibt auch Schatten!

Die Sanierung des Ihme-Zentrums ist in 2018 baulich keinen Schritt weitergekommen, und wir haben den Eindruck, dass der Gro├čeigent├╝mer INTOWN immer nur das Mindestnotwendige macht. INTOWN und das Baudezernat der Stadt ignorierten unseren Verein in 2018 vollst├Ąndig. Keiner unserer Briefe wurde beantwortet und keine Anregung positiv aufgenommen. Das vor mehr als einem Jahr in Auftrag gegebene Gutachten u.a. zu den st├Ądtebaurechtlichen M├Âglichkeiten die Revitalisierung der Sockelgeschosse des Zentrums voranzubringen, wird von der Stadtverwaltung geheimgehalten.

Die wichtige ├Âffentliche Wegeverbindung durch das Zentrum, f├╝r die 3,0 Mio. ÔéČ F├Ârdergelder zur Verf├╝gung stehen, kommt nicht voran und in der von OB Schostok gro├č angek├╝ndigten B├╝rgerbeteiligung wurden bisher keinerlei Fakten geliefert. Es besteht die Gefahr, dass das Projekt scheitert.

Wir erreichen noch zu wenig Menschen im Ihme-Zentrum. Zwar sind fast 30 Bewohner*innen Mitglied im Verein, doch die vielen Veranstaltungen, die wir machen, erreichen zwar viele Einwohner*innen aus der Stadt, doch zu wenig im Zentrum wohnende Menschen. Der w├Âchentliche Bewohnertreff wird daher eingestellt und in 2019 versuchen wir neue Formate, um mehr Bewohner*innen zu erreichen. Wegen Wegzug von Hannover, anderen Arbeitsschwerpunkten und nach einer Auseinandersetzung, ob auch Makler Mitglied in unserem Verein werden k├Ânnen (eine gro├če Mehrheit sprach sich auf einer Mitgliederversammlung daf├╝r aus) haben in 2018 acht Mitglieder den Verein verlassen. F├╝nf sind im gleichen Zeitraum neu eingetreten, sodass der Verein jetzt 83 Mitglieder hat.

Wir brauchen mehr Aktive! Insbesondere die Kommunikations-AG und die Bewohner-AG brauchen dringend Verst├Ąrkung. Und wenn man bedenkt, dass ca. 20 Kulturschaffende und -interessierte Mitglieder in unserem Verein sind, so ist die Beteiligung an der Kultur-AG auch recht mager. Also: Macht mit!

Abschlie├čend einen herzlichen Dank an alle Mitglieder, Firmensponsoren, Kooperationspartner, die Hausverwaltung,
die Rats- und Bezirksratsmitglieder und die Stadtverwaltungsmitarbeiter*innen, die uns wohl gesonnen sind, f├╝r ihre Unterst├╝tzung!!!!!!

Mit herzlichen Gr├╝├čen und allen guten W├╝nschen f├╝r das Jahr 2019
der Vereinsvorstand

Stillstand im Ihme-Zentrum ÔÇô Zukunftswerkstatt zieht Jahresbilanz

Vor weit ├╝ber einem Jahr freute sich die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum mit Oberb├╝rgermeister und Rat der Landeshauptstadt ├╝ber die 2 Mio. ÔéČ F├Ârdergelder des Bundesbauministeriums f├╝r das Ihme-Zentrum und der Rat stockte die Mittel um 1 Mio. ÔéČ auf. Die F├Ârdergelder sollten f├╝r f├╝nf Bausteine ausgegeben werden, um Schwung in die Revitalisierung des Ihme-Zentrums zu bringen.
Die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e.V. zieht jetzt eine ern├╝chternde Bilanz der bisherigen Aktivit├Ąten der
st├Ądtischen Bauverwaltung in dieser Angelegenheit. Au├čerdem bieten die sichtbaren Aktivit├Ąten von Gro├čeigent├╝mer Intown aus Sicht des Vereins wenig Anlass zu Optimismus. Die Bilanz der Zukunftswerkstatt im Einzelnen:

Aufgrund der komplizierten Eigentumsverh├Ąltnisse im Ihme-Zentrum ist ein transparenter Kommunikationsprozess
von zentraler Bedeutung f├╝r Verbesserungen. Eigent├╝mer, Mieter, Anwohner und Stadtteil├Âffentlichkeit m├╝ssen einbezogen werden. Nach ├╝ber einem Jahr ist weder f├╝r die interne noch externe Kommunikation ein Konzept erkennbar. S├Ąmtliche Kooperationsangebote der Zukunftswerkstatt im Jahr 2018 wurden von der Bauverwaltung der Landeshauptstadt nicht beantwortet. Deshalb kursieren weiter nur Fragen und Mutma├čungen ├╝ber den Stand der Umsetzung der Bestandteile der F├Ârderung:

  • Wie weit ist die Planung der Bauma├čnahmen f├╝r einen ├Âffentlichen Fu├č- und Fahrradweg zwischen
    Linden-Mitte und der Calenberger Neustadt? Diese Durchwegung wurde zum Tag der St├Ądtebauf├Ârderung
    am 05.05.2018, also vor mehr als einem halben Jahr, vom Oberb├╝rgermeister breit vorgestellt.
    Doch noch heute sind alle konkreten Fragen unbeantwortet: Wer wird Bauherr? ├ťbernimmt die Stadt das
    Baukostenrisiko und die Betriebskosten? Wann ist Baubeginn und wann soll die Ma├čnahme abgeschlossen sein, damit die F├Ârdergelder des Bundes nicht verfallen?
  • Bestandteil der F├Ârderung ist ein Rechtsgutachten, das geeignete Ansatzpunkte im Wohnungseigentumsrecht,
    im St├Ądtebaurecht und Ordnungsrecht im Rahmen der bestehenden sehr komplizierten Eigentumsverh├Ąltnisse
    und f├╝r eine Neuordnung der Eigentumsstruktur aufzeigen sollte.
    Gerd Runge, Vorstandsmitglied des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum und Architekt: ÔÇ×Welche
    Ergebnisse hat das schon vor mehr als einem Jahr von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten gebracht? Das soeben ergangene Urteil des OLG Celle, bei dem ein einzelner Wohnungseigent├╝mer des Bredero-Hochhaus Umbauarbeiten gestoppt hat, zeigt deutlich, dass es dringend erforderlich ist, auch st├Ądtebaurechtliche Ma├čnahmen zu pr├╝fen, damit nicht ein einzelner der 530 Wohnungseigent├╝mer die Revitalisierung des Ihme-Zentrums blockieren kann.ÔÇť
  • Bestandteil der Bundesf├Ârderung ist au├čerdem, zus├Ątzliche R├Ąume f├╝r soziokulturelle Zwecke im Ihme-Zentrum bereitzustellen. Das k├Ânnte ein erster Baustein daf├╝r sein, das Ihme-Zentrum als Leuchtturm beim Projekt Europ├Ąische Kulturhauptstadt einzubauen. Welches Konzept hat die Stadt f├╝r die soziokulturellen R├Ąume? Wo sollen sie geschaffen werden und wer wird Betreiber?
    Gerd Runge fasst zusammen: ÔÇ×Alle Versprechen der Stadtverwaltung, die Sanierung des Ihme-Zentrums
    mit dem n├Âtigen Nachdruck voranzutreiben, werden bisher nicht eingel├Âst. Die Bundesbauministeriumsmittel
    sind an Terminvorgaben gekn├╝pft und die Mittel verfallen, wenn die Zeitpl├Ąne nicht eingehalten
    werden.ÔÇť

Au├čerdem bieten die sichtbaren Aktivit├Ąten von Gro├čeigent├╝mer Intown wenig Anlass zu Optimismus und Intown verweigert zudem alle Informationen und Kooperationsangebote der Zukunftswerkstatt:

  • Seit Januar 2018 liegt die Baugenehmigung vor und somit sind seit fast einem Jahr umsetzungsreife
    Unterlagen f├╝r die Fassadensanierung vorhanden. Au├čer zwei seit Monaten ungenutzten Bauger├╝sten ist
    jedoch nichts passiert. Die aus Vereinsmitgliedern bestehende GmbH, die Eigent├╝merin eines weitgehend vollst├Ąndigen Satzes der Statikakten des Ihme-Zentrums (ca. 200 Aktenordner) ist, hat Intown angeboten, diese f├╝r die Sanierungsplanung zur Verf├╝gung zu stellen. Obwohl das beauftragte Planungsb├╝ro gro├čes Interesse an einer Zusammenarbeit bekundete, da sich dadurch der Planungsaufwand relevant verringern w├╝rde, gab es von Intown keinerlei Reaktion auf dieses Hilfsangebot.
    Helmut Drewes, Gesch├Ąftsf├╝hrer der GmbH und selber Statiker: ÔÇ×Das macht den Eindruck, dass Intown
    ├╝ber kosmetische Eingriffe an der Fassade entlang der Blumenauer Stra├če hinaus gar keine Pl├Ąne hat,
    die Sockelgeschosse des Ihme-Zentrums vollst├Ąndig zu sanieren.ÔÇť
  • Die Zukunftswerkstatt hat im Rahmen eines Projektes #ihmezentrum2025 u.a. in einem aufw├Ąndigen Wettbewerb mit Architekturstudenten umfangreiche Konzepte zur Revitalisierung des Ihme-Zentrums erarbeitet und ver├Âffentlicht. Weder Intown noch der Stadtbaurat haben auf die ihnen zugesandten Unterlagen mit einem einzigen Wort reagiert.

Zusammenfassend der Vereinsvorsitzende Detlef Reuleke: ÔÇ×Der Gro├čeigent├╝mer Intown muss endlich konkrete Planungen zum Abbau des Sanierungsstaus im Ihme-Zentrum liefern. Wir haben den Eindruck, dass Intown immer nur so viel macht wie zwingend notwendig und ansonsten nur maximale Rendite aus dem Objekt herauszieht.ÔÇť

Barrierefrei!

Der Umbau unserer Sanit├Ąrr├Ąume ist abgeschlossen. Nun haben wir endlich eine barrierefreie Toilette. Zusammen mit einer verbesserten Rampe sind unsere R├Ąume f├╝r Menschen mit Bewegungseinschr├Ąnkungen nun deutlich besser nutzbar.

M├Âglich gemacht wird dies im Wesentlichen durch einen Zuschuss vom Nieders├Ąchsischen Ministerium f├╝r Wissenschaft und Kultur.