Neue Räume

Unsere neuen Räume sind ab sofort nutzbar. Wenn Sie sich einen Eindruck verschaffen möchten, sehen Sie sich gern das Video von der Eröffnung an.

Video: Michael Hoop, Schnitt: Alexander Grosse-Strangmann

 

Rundgänge

Die beliebten Rundgänge bieten wir wieder monatlich an! 🙂

06.11.2021 mit Schwerpunkt Kultur,
04.12.2021 mit Scherpunkt Architektur,
08.01.2022 mit Schwerpunkt Bewohner:innen

Details finden Sie in unserer Terminübersicht.

Anmeldungen unter rundgaenge@ihmezentrum.info – kontaktieren Sie uns gern auch für Gruppen mit individuellen Terminen.

Licht am Ende des Tunnels

Lange hat es gedauert. Dafür kommt es jetzt mit großer Intensität. Die Planungen für die Durchwegung von der Gartenallee über die Ida-Ahrenhold-Brücke zur Calenberger Neustadt gehen mit engem Zeitplan voran. Vom 29.06. bis zum 19.07.2020 haben Anwohner drei Wochen Zeit, um zu zwei Entwurfsvarianten Stellung zu nehmen. Das kann per Postkarte oder im Internet  geschehen. Wir rufen alle auf, ihre Anregungen, Wünsche, Vorstellungen aber auch ihre Bedenken in den Prozess einzubringen. Wir – insbesondere die AG Planung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum – haben uns die Pläne genauer angesehen. Die Zukunftswerkstatt wurde auch während eines besonderen Termins über den Stand der Planung von Stadtplanungsamt, Hausverwaltung und Großeigentümer in Kenntnis gesetzt. Hier unsere Einschätzung:

Wir freuen uns, dass die Durchwegung gradlinig, teilweise breit und übersichtlich durch das Ihme-Zentrum geführt werden soll. Das Wegesystem der angrenzenden Stadtteile wird teilweise aufgenommen. Der Durchgang wird über Deckenöffnungen mit Tageslicht versorgt. Gelöst werden konnte eine komplizierte rechtliche Frage: Der Weg kann nicht nur öffentlich genutzt werden, sondern ist auch öffentlich gewidmet. Außerdem suggerieren die Planskizzen, dass der Weg nachts sehr gut beleuchtet werden soll.

Unsere prinzipielle Kritik an beiden vorgestellten Varianten ist, dass es sich nur um eine Variante mit zwei signifikant unterschiedlichen Designmerkmalen handelt: der eckige Rhombenentwurf und das runde Kreisdesign. In der planerischen Grundstruktur ähneln sich beide Entwürfe „wie ein Ei dem anderen.“

Diese planerische Grundstruktur weist deutliche Mängel auf: So werden die Chancen der hohen Publikumsfrequenz, die sich mit der Aufwertung der Durchwegung noch steigern wird, nicht genutzt. Das Ihme-Zentrum wurde im ursprünglichen Planungsansatz der 1960er Jahre um eine Etage nach oben verschoben. Damit wurde die Straßenebene zum Kellergeschoss – und diese Gestaltung zu einer Ursache der städtebaulich isolierten Insellösung. Den Fenstern und Eingängen der Wohn- und Gewerbebebauung an der Blumenauer Straße wurde ein Tiefgaragengeschoss gegenübergestellt.

Beide aktuell präsentierten Varianten der hoch frequentierten Durchwegung tragen wieder nicht dazu bei, das Ihme-Zentrum hinreichend in den Siedlungskontext einzubetten. Es handelt sich um eine Tunnellösung, die nur durch Nutzungen flankiert wird, die nicht in den städtebaulichen Kommunikationsbereich gehören, so dass keine städtebauliche Einbettung in den räumlichen Kommunikationszusammenhang erfolgt. Die angrenzenden Nutzungen sind: lange Brandwand, Fluchttreppenhäuser, Müll-Container, Garagenzugang und Fahrradabstellräume. In einem öffentlichen Straßenraum entwickelt sich durch Fenster, Eingangsbereiche sowie Läden, Cafés und Werkstätten , ein System der sozialen Anteilnahme und Verantwortlichkeit. Diese Qualitäten erreicht eine Brandwand nicht – egal ob sie mit Rauten oder Kreisen dekoriert wird.

Es besteht das Risiko, dass beide Varianten der Durchwegung wieder den Charakter eines Angstraums entwickeln, der sowohl Gender-Kriterien in der Stadtplanung als auch Kriterien der städtebaulichen Kriminalprävention nicht gerecht wird. Folgende Kritikpunkte spielen dabei eine Rolle:

  • Es findet keine natürliche soziale Kontrolle durch angelagerte Nutzungen (wie z.B. Kiosk, Läden, Gastronomie) statt.
  • Auf der Seite zur Gartenallee droht die trichterförmige Engstelle Konflikte zwischen Nutzerinnen und Nutzern auszulösen.
  • Der Übergang über die Gartenallee schließt sich nicht organisch an; auch hier ist eine Nutzungsverknotung zu befürchten.
  • In der Durchwegung fehlt eine überzeugende Zonierung – d.h. es gibt keine überzeugende Ordnung des Rad- und Fußverkehrs; vor der Ida-Ahrenhold-Brücke fehlt eine Zonierung für eine gastronomische Außenbewirtschaftung, von der aus natürliche soziale Kontrolle in die Durchwegung wirken kann, und eine Zonierung zur halböffentlichen Abstufung des Übergangs vor dem benachbarten Hauseingang.

Wir machen folgende Vorschläge zur Verbesserung – dafür ist eine Erweiterung des Bearbeitungsbereiches notwendig:

  • Brandwände sind im Abstand von 40-50 m notwendig. Deshalb kann die Brandwand von der Nordwest-Fassade der Durchwegung auch 5-10 m nach innen verschoben werden. Damit bekommt die Fassade die Chance, dort Nutzungen anzulagern, die den Verkehrsraum beleben und für Sicherheit sorgen.
  • Die Durchwegung soll sich möglichst weitgehend den Qualitäten einer Straße annähern. Deshalb ist die Fortführung der Gestaltung der neuen Straßenfassade an der Blumenauer Straße in die Fassaden der Durchwegung naheliegend. Da im kurzen Planungszeitraum kein Nutzungskonzept entlang der Durchwegung entwickelt werden kann, gilt es, das parallele Dilemma – Fassade ohne Nutzung – zu lösen. Weshalb nicht auch hier auf die Lösung der Fassade in der Blumenauer Straße zurückgreifen: Die Fassaden an der Durchwegung wird ebenfalls in regelmäßige Segmente aufgeteilt, in denen hinterher nach Nutzungsbedarf offene und geschlossene Elemente miteinander kombiniert werden können. Dazu ist eine Abtrennung von Flächen für angelagerte Parkraum-Nutzungen erforderlich.
  • Öffnung der Engstelle und Platzierung eines Kiosks o.ä., von dem aus natürliche soziale Kontrolle von der Seite der Gartenallee erfolgen kann.
  • Den Übergang über die Gartenallee organisch anschließen.
  • Konfliktmindernde Zonierung: Klare Trennung des Rad- und Fußverkehrs in der Durchwegung, Zone für gastronomische Außenbewirtschaftung vor der Ida-Ahrenhold-Brücke, gestalterische Schaffung eines halb-öffentlichen Übergangs vor dem Hauseingang „Ihmepassage 2“ auf der Ostseite.

Ist das alles?

Nach zwei Jahren Stille ist ein Vertrag zwischen der Stadtver­waltung und dem Großeigentümer unterzeichnet worden. Selbstverständlich freuen wir uns sehr, dass an die Stelle des Provisoriums nun endlich eine ansprechende großzügige Durchwegung zwischen Gartenallee und Ida-Ahrenholt-Brücke treten wird.

Die Stadtverwaltung hat finanzielle Zusagen über 2 Millionen Euro vom Bundesministerium zugesagt bekommen auch und gerade wegen eines Bürgerbeteiligungskonzepts. Dabei hat sie auch von der Arbeit des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum profitiert, der bereits zweimal für den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis nominiert wurde.

Aber zwei Jahre seit der großen Auftaktveranstaltung im Mai 2018 ist nichts passiert. Der Berg kreißte und gebar eine Maus: Auf der vom Mediationsbüro eingerich­teten Website findet man jetzt ein Zeitfenster von zweieinhalb Wochen für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Echte Beteiligungsprozesse sehen anders aus. Da müssen wir nicht einmal in andere Städte gucken, wo es exzellente Beispiele gäbe. Wir erinnern uns an die Sanierungsgebiete Linden-Süd und Linden-Nord, an die Beteiligungsformate für die Neugestaltung des Steintors.

Auch wie und wann die Verwendung der Fördermittel für die Entwickling von Konzepte für sozio-kulturelle Nutzungen in Räumen des Ihme-Zentrums vorgesehen ist, steht in den Sternen.

Seit zwei Jahren gab es keine Gespräche mehr mit der Stadtspitze oder der Bauverwaltung mit der Zukunftswerkstatt, und auch ein Brief an den neuen Oberbürgermeister bleibt seit zwei Wochen unbeantwortet.

Da hilft es auch nicht, dass die Information auf der städtischen Website von Bannern für „Mein Hannover 2030 – jeden Tag eine gute Stadt“ und für die Kampagne „Kulturhauptstadt Hannover 2025“ flankiert wird.

Wir warten weiter auf den Dialog.

Wieder offen

Nach der Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen (Stand 5. Mai) kann unser Saal ab dem 11. Mai wieder genutzt werden, jedoch nur für geschlossene Veranstaltungen und mit max. 20 Personen. Die Miete beträgt für gemeinwohlorientierte Gruppen 60 € pro Veranstaltung, bei anderen Veranstaltern 100 €. Dies beinhaltet eine sorgfältige Reinigung aller Flächen nach jeder Nutzung nach den Regeln der Coronaverordnung durch den Vermieter und die Bereitstellung eines Beamers. Ein Gäste-WLAN steht zur Verfügung, damit bei Bedarf Externe per Videokonferenz, Skype, Zoom u.ä. zugeschaltet werden können.

Für Raumbuchungen wenden Sie sich bitte wie üblich an raum@zukunftswerkstatt.info.

Umbau des Ihme-Zentrums

Im südlichen Bereich der Blumenauer Straße ist Anfang April die Demontage von Fassadenverblendungen fortgesetzt worden und damit auch ein praktischer Schritt zur Neugestaltung des Sockelbereichs des Ihme-Zentrums  erkennbar. Auch das Baustellenschild an der Blumenauer Straße wurde erneuert.

Im Ihme-Zentrum selber tut sich baulich aber derzeit wenig. Immerhin waren schon mehrfach Pläne zur Neugestaltung der Fußweg/Radweg-Durchwegung (Gartenallee <> Calenberger Straße etc.) in den Medien, aber eine Information an die kleineren Eigentümer oder gar eine Bürgerbeteiligung hat bisher nicht stattgefunden. Wir hoffen zwar, dass die Aktivitäten trotz Corona weitergehen, es könnte aber auch zu weiteren Verzögerungen kommen.

Pläne für den weiteren Umbau der Basisebene oder für die zukünftige Nutzung des enercity-Büroturms sind derzeit nicht bekannt. Auch hier ist bisher keinerlei Bürgerbeteiligung zu spüren.

Für Schlagzeilen sorgte am Jahresanfang ein Beschlussantrag für die Eigentümerversammlung, wonach sich alle Gewerbeeigentümer (nicht nur der Großeigentümer) an den Kosten der Sanierung beteiligen sollen (ca. 50 Millionen Euro oder mehr), wobei die Trägergesellschaft der Zukunftswerkstatt, die Ihmeplatz 7E GmbH, mit zumindest 160.000 Euro beteiligt ist. Die Trägergesellschaft und der Verein arbeiten an einer Lösung des Problems.

Umbau der Zukunftswerkstatt

Zum Jahreswechsel wurde der Umbau des großen Saals erfolgreich umgesetzt. Nach weitgehendem Entfernen der Deckenverkleidung steht nun eine höhere Decke zur Verfügung, daraus resultierend eine bessere Akustik und mehr Platz für Präsentationen per Beamer etc.; wir haben dafür fast 13.000 Euro investiert. Daneben haben wir auch ein neues Schließsystem, das u.a. auch einen Zugang per PIN ermöglicht.

Dank an alle ehrenamtlich Beteiligten aus der Raum-AG, aber natürlich auch an die finanziell fördernde Stadt Hannover!

2019 fanden in unseren Räumen 242 Veranstaltungen mit ca. 6.500 Teilnehmer*innen statt. Ein besonderer Dank an unseren „Raummanager“, ohne den das nicht hätte bewältigt werden können.

Wir hoffen, unsere Räume nach Ende der epidemiebedingten Schließung wieder mit vielfältigem Leben füllen zu können.

Corona-Virus

Wir beobachten laufend die Empfehlungen von Stadt und Land zur Gefahrenlage. Zurzeit gilt die Empfehlung, alle Versammlungsorte zu schließen. Deshalb bleibt die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum geschlossen. Auch unsere Rundgänge setzen wir bis auf Weiteres aus.

Bitte beachten Sie die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen: häufiges gründliches Händewaschen, Begrüßungen ohne Umarmungen oder Handschlag, Abstand halten zu anderen Personen, Husten und Niesen in Taschentuch oder Armbeuge.