Corona-Virus

Wir beobachten laufend die Empfehlungen von Stadt und Land zur Gefahrenlage. Zurzeit gilt die Empfehlung, alle Versammlungsorte zu schließen. Deshalb bleibt die Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum geschlossen. Auch unsere Rundgänge setzen wir bis auf Weiteres aus.

Bitte beachten Sie die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen: häufiges gründliches Händewaschen, Begrüßungen ohne Umarmungen oder Handschlag, Abstand halten zu anderen Personen, Husten und Niesen in Taschentuch oder Armbeuge.
 

Schreibwettbewerb IHME-ZENTRUM

Der Klassenbuch Verlag fĂĽhrt in Kooperation mit dem KulturbĂĽro der Landeshauptstadt Hannover, der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum und dem Autor:innenzentrum Hannover einen Schreibwettbewerb durch.

Als Auftakt, für das erste Buchprojekt des Verlags, möchten wir Schreibende einladen, sich literarisch mit dem Ihme-Zentrum in Hannover auseinanderzusetzen. Was ist das Ihme-Zentrum für Sie: Ein misslungenes Projekt aus den 1970ern oder ein Leuchtturm des Brutalismus? Ein Denk- und Möglichkeitsraum oder ein weithin sichtbares Symbol der Stadtgesellschaft in a nutshell?

Wir freuen uns über literarische Beiträge von Autor:innen, die mit festem Wohnsitz in Hannover, in der Region Hannover oder in Hildesheim leben oder hier geboren bzw. aufgewachsen sind. Von Prosa aller Genres über Lyrik bis zu Essay, Drehbuch, Hörspiel, Drama oder Graphic Novel sind uns die verschiedensten literarischen Gattungen willkommen.
Reichen Sie zur Bewerbung bitte eine kurze Bio-Bibliografie sowie maximal fünf Manuskriptseiten (1,5-zeilig, Schriftgröße 12, max. 10.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) eines bisher unveröffentlichten literarischen Textes oder maximal fünf Seiten mit unveröffentlichten Gedichten ein.
Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 24. Juli 2022 als angehängte docx- oder odt-Datei sowie als PDF per E-Mail an: klassenbuch@posteo.de.

Die besten Texte werden in einer Anthologie veröffentlicht. Außerdem wählt die Jury unter den Sieger:innentexten fünf für eine honorierte Lesung im Ihme-Zentrum aus.

Offenes Schreiben

Mit der Ausschreibung wollen wir auch den Austausch untereinander fördern. Daher laden wir alle Autor:innen – unabhängig von einer späteren Teilnahme – am 3. Juli 2022 zwischen 14 und 18 Uhr zu einem offenen Schreiben in die Räume des Autor:innenzentrums in der Zukunftswerkstatt im Ihme-Zentrum ein. Hier können Sie sich direkt vor Ort zu Texten anregen lassen. Wer zu diesem Schreibnachmittag gerne kommen möchte, melde sich bitte bis 30. Juni an unter: klassenbuch@posteo.de.

Neuer Verlag

Der neu gegründete Klassenbuch Verlag will die Literaturlandschaft um eine neue verlegerische Position bereichern. Das Verlagsprofil geht in zwei Richtungen: Zum einen ist die Verlöffentlichung herausfordernder und origineller Literatur aus Hannover geplant. Zweiter wichtiger Schwerpunkt soll das Thema Soziale Herkunft sein, das in Verschränkung mit Kategorien wie Gender, Sexualität, Race, Gesundheit oder Alter gedacht wird.

Der Schreibwettbewerb wird veranstaltet vom Klassenbuch Verlag, in Kooperation mit dem KulturbĂĽro der Landeshauptstadt Hannover, der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum e. V. und dem Autor:innenzentrum Hannover e. V.

     

Neue Räume

Unsere neuen Räume sind ab sofort nutzbar. Wenn Sie sich einen Eindruck verschaffen möchten, sehen Sie sich gern das Video von der Eröffnung an.

Video: Michael Hoop, Schnitt: Alexander Grosse-Strangmann

 

BaustellenfĂĽhrungen

Planen versperren mehr denn je Einblicke in den Sockelbereichen, doch mehrere Bauschilder deuten Bauaktivitäten an.

Die Stadt Hannover hat mit dem Großeigentümer unter Lars Windhorst laut Zeitungsberichten vereinbart, dass es Baustellenführungen geben solle, um etwas mehr Transparenz in die Vorgänge zu bringen. Eine erste Führung fand am 28.10. statt.

Bei Interessen prĂĽfen Sie bitte, ob und wann FĂĽhrungen stattfinden, auf der Website von plan zwei unter www.ihme-zentrum.info (Achtung, Bindestrich!) – dort wird dann auch die Anmekdung möglich sein.

Ja zum Fortschritt, nein zum Fortschritt um jeden Preis.

Seit Anbeginn unserer Initiative haben wir uns für das Ihme-Zentrum eingesetzt: für die Wiederbelebung des Sockelbereichs, für die Einbeziehung der „Stadt in der Stadt“ in den Stadtteil und für die Anerkennung als eine der größten Ikonen des Baustils „Beton brute“, aus dem Französischen unglücklich übersetzt als „Brutalismus“.

Daher sind wir froh darüber, dass die Projekt IZ Hannover GmbH (PIZ) konstruktive Schritte übernimmt, um den weiteren Verfall der Sockelstrukturen aufzuhalten. Dazu gehören die Übernahme der Konstruktionsakten, die Neuvermessung und die Betonsanierung. Auch die Abkehr vom alten Konzept der Einkaufspassage auf +1-Niveau und die Bereitschaft, einige Quadratmeter ihrer Eigentumsfläche für die gradlinigere Durchquerung von der Ida-Arenhold-Brücke zur Gartenallee herzugeben.

Da das aber alles nicht schnell genug voran geht, ist das konsequente vertragskonforme Vorgehen der Stadtverwaltung richtig. Als „gebranntes Kind“ hatte sie ja bei der letzten Mietvertragsverlängerung mit der PIZ Sanierungs- und Revitalisierungsfristen vereinbart, bei deren Nichteinhaltung Konventionalstrafen fällig werden. Da das investierende Unternehmen von Lars Windhorst nicht die Gebäudeanteile, sondern die besitzende GmbH kaufte, war klar, dass die PIZ samt ihrer bestehenden Verträge übernommen wurde.

Die neue Transparenz und Kooperation, die die neuen Eigentümer und die neue Verwal­tungsspitze versprochen haben, sind jedoch bislang ausgeblieben.

Die so genannten Kleineigentümer:innen von Gewerbebereichen im Ihme-Zentrum, in einer mühselig ausgehandelten Vereinbarung zwischen Wohnungseigentümer:innen und Gewerbe­großeigentümer PIZ mitgefangen/mitgehangen, wurden über viele Monate nicht über die Sanierungsplanungen der PIZ informiert, konnten also nicht nachvollziehen, geschweige denn mitbestimmen, wofür sie denn zahlen sollen. Die Wohnungs­eigen­tümer:innen wurden bisher nicht außerhalb des Beirats an der Planung beteiligt, obwohl Auswirkungen auf Gemein­schafts­flächen, Lärmemission und Zugänge zu erwarten sind. Wenn die Planung der Sanierung tat­sächlich bis zum Abschluss eines Rechtsstreits nicht vorangegangen wäre – so das vorgescho­bene Argument – dann sind die oben erwähnten Konventionalstrafen mehr als gerechtfertigt.

Auch die groß angekündigte Bürgerbeteiligung zu Fuß-und-Radweg-Durchwegung erwies sich eher als Maus denn als Elefant. Nach gut einem Jahr ohne Bürgerbeteiligung durften die Bürger:in­nen während zwei Wochen ihre Pros und Contras zu zwei relativ ähnlichen Alterna­tiven äußern – das war’s.

Hier kommen wir zur Rolle der Stadt Hannover. Die neue Verwaltungsspitze – hier namentlich Oberbürgermeister Onay und Baudezernent Vielhaber – lässt keine Transparenz und Bürger:in­nen­beteiligung erkennen. Die kaum stattgefundene Bürgerbeteiligung sollte herausragender Bestandteil des Leuchtturmprojekts sein, das deshalb der Stadt Bundes­gelder beschert hat.

Unsere Angebote zum Gespräch mit der Stadtverwaltung bleiben unbeantwortet. Die Dis­kus­sion am Runden Tisch oder im Bezirksrat um Verkehrskonzepte, die dem Grünen-Ziel der Ver­kehrsflächen-Umwidmung nahekommen und geeignet wären, Barrieren zwischen Stadtteilen und Ihme-Zentrum zu verringern, werden – von alten SPD-Seilschaften? – blockiert.

Dass die Stadt Hannover soziokulturelle Räume im Ihme-Zentrum verankern will, die Stadt­ver­waltung unter Belit Onay aber auch hierüber nicht mit der Zukunftswerkstatt redet, die auf Beschluss der Volksvertretung aus dem städtischen Etat eine Förderung für ihre Stadt­teil­kul­tur­arbeit erhält, ist ein weiteres Ärgernis.

Ärgerlich ist unterdessen auch, welche Neugestaltung die PIZ plant. Ist es auch richtig, in den rund 60.000 m² Gewerbefläche weniger Verkaufsfläche vorzusehen als früher, so ist die Planung mit „Premium-Parkplätzen“ im Herzen des Erdgeschosses bei gleichzeitig hunderten ungenutzten Parkplätzen in den Untergeschossen kaum als inspiriert und zukunftsgerichtet anzusehen. Die jüngst angebrachte Materialproben heller Klinker­ver­blen­dung lassen den Wunsch erkennen, ein herausragendes Beispiel des Beton brute in ein austauschbares Etwas zu verwandeln, während weltweit ein Hype um gute Brutalismus-Architektur entstanden ist. Der Komplex hat doch nicht umsonst sogar einen Punkt bei der Kulturhauptstadtbewerbung gespielt.

Ja, das Ihme-Zentrum ist groß. Genau deshalb braucht es auch Größe: große Ideen, Gestal­tungswillen, Transparenz, Kommunikation, Koordination. PIZ, Stadtverwaltung, Wohn­eigen­tümergemeinschaft (vertreten durch den Beirat) und Hausverwaltung lassen diese Größe leider missen – zum Nachteil der Stadt und der Bevölkerung.

Rundgänge

Die beliebten Rundgänge bieten wir wieder monatlich an! 🙂

06.11.2021 mit Schwerpunkt Kultur,
04.12.2021 mit Scherpunkt Architektur,
08.01.2022 mit Schwerpunkt Bewohner:innen

Details finden Sie in unserer TerminĂĽbersicht.

Anmeldungen unter rundgaenge@ihmezentrum.info – kontaktieren Sie uns gern auch fĂĽr Gruppen mit individuellen Terminen.

Licht am Ende des Tunnels

Lange hat es gedauert. Dafür kommt es jetzt mit großer Intensität. Die Planungen für die Durchwegung von der Gartenallee über die Ida-Ahrenhold-Brücke zur Calenberger Neustadt gehen mit engem Zeitplan voran. Vom 29.06. bis zum 19.07.2020 haben Anwohner drei Wochen Zeit, um zu zwei Entwurfsvarianten Stellung zu nehmen. Das kann per Postkarte oder im Internet  geschehen. Wir rufen alle auf, ihre Anregungen, Wünsche, Vorstellungen aber auch ihre Bedenken in den Prozess einzubringen. Wir – insbesondere die AG Planung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum – haben uns die Pläne genauer angesehen. Die Zukunftswerkstatt wurde auch während eines besonderen Termins über den Stand der Planung von Stadtplanungsamt, Hausverwaltung und Großeigentümer in Kenntnis gesetzt. Hier unsere Einschätzung:

Wir freuen uns, dass die Durchwegung gradlinig, teilweise breit und übersichtlich durch das Ihme-Zentrum geführt werden soll. Das Wegesystem der angrenzenden Stadtteile wird teilweise aufgenommen. Der Durchgang wird über Deckenöffnungen mit Tageslicht versorgt. Gelöst werden konnte eine komplizierte rechtliche Frage: Der Weg kann nicht nur öffentlich genutzt werden, sondern ist auch öffentlich gewidmet. Außerdem suggerieren die Planskizzen, dass der Weg nachts sehr gut beleuchtet werden soll.

Unsere prinzipielle Kritik an beiden vorgestellten Varianten ist, dass es sich nur um eine Variante mit zwei signifikant unterschiedlichen Designmerkmalen handelt: der eckige Rhombenentwurf und das runde Kreisdesign. In der planerischen Grundstruktur ähneln sich beide Entwürfe „wie ein Ei dem anderen.“

Diese planerische Grundstruktur weist deutliche Mängel auf: So werden die Chancen der hohen Publikumsfrequenz, die sich mit der Aufwertung der Durchwegung noch steigern wird, nicht genutzt. Das Ihme-Zentrum wurde im ursprünglichen Planungsansatz der 1960er Jahre um eine Etage nach oben verschoben. Damit wurde die Straßenebene zum Kellergeschoss – und diese Gestaltung zu einer Ursache der städtebaulich isolierten Insellösung. Den Fenstern und Eingängen der Wohn- und Gewerbebebauung an der Blumenauer Straße wurde ein Tiefgaragengeschoss gegenübergestellt.

Beide aktuell präsentierten Varianten der hoch frequentierten Durchwegung tragen wieder nicht dazu bei, das Ihme-Zentrum hinreichend in den Siedlungskontext einzubetten. Es handelt sich um eine Tunnellösung, die nur durch Nutzungen flankiert wird, die nicht in den städtebaulichen Kommunikationsbereich gehören, so dass keine städtebauliche Einbettung in den räumlichen Kommunikationszusammenhang erfolgt. Die angrenzenden Nutzungen sind: lange Brandwand, Fluchttreppenhäuser, Müll-Container, Garagenzugang und Fahrradabstellräume. In einem öffentlichen Straßenraum entwickelt sich durch Fenster, Eingangsbereiche sowie Läden, Cafés und Werkstätten , ein System der sozialen Anteilnahme und Verantwortlichkeit. Diese Qualitäten erreicht eine Brandwand nicht – egal ob sie mit Rauten oder Kreisen dekoriert wird.

Es besteht das Risiko, dass beide Varianten der Durchwegung wieder den Charakter eines Angstraums entwickeln, der sowohl Gender-Kriterien in der Stadtplanung als auch Kriterien der städtebaulichen Kriminalprävention nicht gerecht wird. Folgende Kritikpunkte spielen dabei eine Rolle:

  • Es findet keine natĂĽrliche soziale Kontrolle durch angelagerte Nutzungen (wie z.B. Kiosk, Läden, Gastronomie) statt.
  • Auf der Seite zur Gartenallee droht die trichterförmige Engstelle Konflikte zwischen Nutzerinnen und Nutzern auszulösen.
  • Der Ăśbergang ĂĽber die Gartenallee schlieĂźt sich nicht organisch an; auch hier ist eine Nutzungsverknotung zu befĂĽrchten.
  • In der Durchwegung fehlt eine ĂĽberzeugende Zonierung – d.h. es gibt keine ĂĽberzeugende Ordnung des Rad- und FuĂźverkehrs; vor der Ida-Ahrenhold-BrĂĽcke fehlt eine Zonierung fĂĽr eine gastronomische AuĂźenbewirtschaftung, von der aus natĂĽrliche soziale Kontrolle in die Durchwegung wirken kann, und eine Zonierung zur halböffentlichen Abstufung des Ăśbergangs vor dem benachbarten Hauseingang.

Wir machen folgende Vorschläge zur Verbesserung – dafür ist eine Erweiterung des Bearbeitungsbereiches notwendig:

  • Brandwände sind im Abstand von 40-50 m notwendig. Deshalb kann die Brandwand von der Nordwest-Fassade der Durchwegung auch 5-10 m nach innen verschoben werden. Damit bekommt die Fassade die Chance, dort Nutzungen anzulagern, die den Verkehrsraum beleben und fĂĽr Sicherheit sorgen.
  • Die Durchwegung soll sich möglichst weitgehend den Qualitäten einer StraĂźe annähern. Deshalb ist die FortfĂĽhrung der Gestaltung der neuen StraĂźenfassade an der Blumenauer StraĂźe in die Fassaden der Durchwegung naheliegend. Da im kurzen Planungszeitraum kein Nutzungskonzept entlang der Durchwegung entwickelt werden kann, gilt es, das parallele Dilemma – Fassade ohne Nutzung – zu lösen. Weshalb nicht auch hier auf die Lösung der Fassade in der Blumenauer StraĂźe zurĂĽckgreifen: Die Fassaden an der Durchwegung wird ebenfalls in regelmäßige Segmente aufgeteilt, in denen hinterher nach Nutzungsbedarf offene und geschlossene Elemente miteinander kombiniert werden können. Dazu ist eine Abtrennung von Flächen fĂĽr angelagerte Parkraum-Nutzungen erforderlich.
  • Ă–ffnung der Engstelle und Platzierung eines Kiosks o.ä., von dem aus natĂĽrliche soziale Kontrolle von der Seite der Gartenallee erfolgen kann.
  • Den Ăśbergang ĂĽber die Gartenallee organisch anschlieĂźen.
  • Konfliktmindernde Zonierung: Klare Trennung des Rad- und FuĂźverkehrs in der Durchwegung, Zone fĂĽr gastronomische AuĂźenbewirtschaftung vor der Ida-Ahrenhold-BrĂĽcke, gestalterische Schaffung eines halb-öffentlichen Ăśbergangs vor dem Hauseingang „Ihmepassage 2“ auf der Ostseite.

Ist das alles?

Nach zwei Jahren Stille ist ein Vertrag zwischen der Stadtver­waltung und dem Großeigentümer unterzeichnet worden. Selbstverständlich freuen wir uns sehr, dass an die Stelle des Provisoriums nun endlich eine ansprechende großzügige Durchwegung zwischen Gartenallee und Ida-Ahrenholt-Brücke treten wird.

Die Stadtverwaltung hat finanzielle Zusagen ĂĽber 2 Millionen Euro vom Bundesministerium zugesagt bekommen auch und gerade wegen eines BĂĽrgerbeteiligungskonzepts. Dabei hat sie auch von der Arbeit des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum profitiert, der bereits zweimal fĂĽr den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis nominiert wurde.

Aber zwei Jahre seit der großen Auftaktveranstaltung im Mai 2018 ist nichts passiert. Der Berg kreißte und gebar eine Maus: Auf der vom Mediationsbüro eingerich­teten Website findet man jetzt ein Zeitfenster von zweieinhalb Wochen für die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Echte Beteiligungsprozesse sehen anders aus. Da müssen wir nicht einmal in andere Städte gucken, wo es exzellente Beispiele gäbe. Wir erinnern uns an die Sanierungsgebiete Linden-Süd und Linden-Nord, an die Beteiligungsformate für die Neugestaltung des Steintors.

Auch wie und wann die Verwendung der Fördermittel für die Entwickling von Konzepte für sozio-kulturelle Nutzungen in Räumen des Ihme-Zentrums vorgesehen ist, steht in den Sternen.

Seit zwei Jahren gab es keine Gespräche mehr mit der Stadtspitze oder der Bauverwaltung mit der Zukunftswerkstatt, und auch ein Brief an den neuen Oberbürgermeister bleibt seit zwei Wochen unbeantwortet.

Da hilft es auch nicht, dass die Information auf der städtischen Website von Bannern für „Mein Hannover 2030 – jeden Tag eine gute Stadt“ und für die Kampagne „Kulturhauptstadt Hannover 2025“ flankiert wird.

Wir warten weiter auf den Dialog.

Wieder offen

Nach der Allgemeinverfügung des Landes Niedersachsen (Stand 5. Mai) kann unser Saal ab dem 11. Mai wieder genutzt werden, jedoch nur für geschlossene Veranstaltungen und mit max. 20 Personen. Die Miete beträgt für gemeinwohlorientierte Gruppen 60 € pro Veranstaltung, bei anderen Veranstaltern 100 €. Dies beinhaltet eine sorgfältige Reinigung aller Flächen nach jeder Nutzung nach den Regeln der Coronaverordnung durch den Vermieter und die Bereitstellung eines Beamers. Ein Gäste-WLAN steht zur Verfügung, damit bei Bedarf Externe per Videokonferenz, Skype, Zoom u.ä. zugeschaltet werden können.

FĂĽr Raumbuchungen wenden Sie sich bitte wie ĂĽblich an raum@zukunftswerkstatt.info.