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Author: Gerald Maass

Wie das Ihme-Zentrum wurde, was es ist – und was es werden kann

In seiner inzwischen fast fünfzigjährigen Geschichte hat sich das Gesicht des Ihmezentrums vielfach gewandelt. Um seine gegenwärtige Gestalt zu verstehen und seine Möglichkeiten zu begreifen, hilft ein Blick in seine Geschichte. Im Lindenspiegel ist hierzu im Februar ein toller Artikel erschienen, der sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukunft des Ihmezentrums befasst. Damit er nicht verloren geht, haben wir ihn hier verlinkt: Ist die Insolvenz eine Chance für das Ihme-Zentrum?

Interview in punkt-linden

Unser Mitbegründer Gerd Runge hat in punkt-linden.de ein Interview zur Situation des Ihme-Zentrums gegeben. Hierbei nahm er auch zu den immer wieder geäußerten Befürchtungen Stellung, die Bewohner*innen würden durch ein Sanierungsgebiet massiv belastet. Dieses Argument wird immer wieder vorgebracht, um die vorgebliche Unmöglichkeit des Ansatzes unserer Denkschrift zu diskreditieren.

Hier der Link zum Interview: https://punkt-linden.de/news/ihme-zentrum-konflikt-gefroren/

Näheres zur der Denkschrift und einen Link zu deren Gesamttext gibt es hier: https://www.ihmezentrum.info/denkschrift-ihme-zentrum-hannover/

Fotos, Vernetzung und Denkanstöße: no volume!

„no volume! – Am 16 und 17.12. soll in den Räumen der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ein mehrtägiges Ausstellungsprojekt stattfinden:
Im Rahmen der Präsentation verschiedener Werke einer Gruppe von Fotograf*innen aus unterschiedlichen Städten Deutschlands soll eine Plattform geschaffen werden, die zu Austausch und Vernetzung sowohl der Kunstschaffenden als auch der Besucher*innen anregen soll.
Im Fokus der Veranstaltung steht neben dem Gedanken der Vernetzung auch die Schaffung eines urbanen Raums, in dem sich mit den unterschiedlichen Perspektiven junger Menschen auseinandergesetzt werden kann.
Durch das Format einer Pop-up-Ausstellung, die nur an einem Wochenende zugänglich ist, aber in Kombination mit musikalischer Untermalung auch zum längeren Verweilen einladen soll, wird das Ziel verfolgt, eine kurzweilige, aber gleichzeitig einprägsame und bereichernde Erfahrung anzubieten.
Das Konzept von ‚no volume‘ basiert somit darauf, einen Raum nur kurz einzunehmen, diesen zu gestalten, zugänglich zu machen und dazu einzuladen, sich mit der Kunst, den Perspektiven, den Realitäten und Interessen diverser Art von jungen Menschen auseinanderzusetzen – sowohl von den Ausstellenden als auch von dem Publikum.“

Öffnungszeiten
16.12.23 12 – 20 Uhr
17.12.23 12 – 16 Uhr

Kommt zum Weihnacht-smART – der Bizarre-Bazar!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und in der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum soll es besinnlich werden.
Statt gedankenlosem Schnellshopping haben wir uns für euch ein besonderes Format ausgedacht.
Lokale Künstler*innen bieten ihre Arbeiten an. Es gibt unkonventionelles und kunstvolles – auch für den kleinen Geldbeutel und sicherlich zum Verschenken geeignet.
Zu entdecken gibt es Malerei, Grafiken, Collagen, Fotografie, Vintageportraits, Drucke u.v.m.
Dazu bieten wir euch an zwei Tagen ein kleines aber feines Kultur-Programm u.a. mit Live-Musik und Lesung.
Wer es kulinarisch gerne weihnachtlich hat, kommt mit veganen Leckereien und Glühwein bei uns voll auf seine Kosten.
Wir freuen uns auf euch!

Fr. 08.12.23 / 18-22 Uhr
ab 20 Uhr Kurzfilme und Lesung

Sa. 09.12.23 / 16-22 Uhr
17 Uhr MOA Theater
20 Uhr Live-Musik

So. 10.12.23 / 11-15 Uhr

Eintritt frei!

Insolvenzverfahren gegen die PIZ beginnt

Das Insolvenzgericht am hannoverschen Amtsgericht hat dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren gegen die PIZ GmbH stattgegeben. Damit ist offiziell, dass erhebliche Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bestehen.

Die schlechte Zahlungsmoral der PIZ GmbH beschäftigt die Eigentümergemeinschaft des Ihme-Zentrums schon seit längerem. Zahlungen wurden, wenn überhaupt, erst spät beglichen, sodass es zu routinemäßigen Pfändungen der Einnahmen durch die Hausverwaltung kam.

Der PIZ GmbH gehören ein Großteil der Gewerbeflächen im Ihmezentrum. Sie gehört zur Unternehmensgruppe von Lars Windhorst.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der hannoversche Rechtsanwalt Jens Wilhelm eingesetzt. Der Anwalt führt damit jetzt die Geschäfte der PIZ.

Sobald alle Geschäftsunterlagen der GmbH geprüft sind, wird dann voraussichtlich das ordentliche Insolvenzverfahren beginnen.

Die HAZ zitiert den vorläufigen Insolvenzverwalter in ihrer Ausgabe vom 06.10.2023 mit den Worten, er wolle auch „die Chance ergreifen, dass das Ihme-Zentrum städtebaulich endlich den Platz ausfüllt, der ihm zusteht und am Ende des Verfahrens eine Perspektive nach vielen wirtschaftlichen Enttäuschungen sowie eine tragfähige Lösung zu haben“.

Aufruf zur Teilnahme: Fotoaktion „Ihmezentrum aus Bewohner*innensicht“

Tobias Viehoff und Thomas Hoeren, zwei Fotografen aus Münster, laden alle Bewohner*innen des Ihme-Zentrums ein, ihre Sicht des Ihmezentrums im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar zu machen.

Ab Mitte November sind sie vor Ort, um sich zeigen und erzählen zu lassen, wie die Menschen, die hier wohnen das Ihme-Zentrum sehen. So soll die vorherrschende Außensicht um eine authentische Innenansicht ergänzt und die oft einseitige Wahrnehmung des Ihmezentrums erweitert werden.

Das Ergebnis soll dann in einer Ausstellung dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wer mag, kann sich ab sofort melden, näheres dazu finden Sie hier.

Insolvenzantrag gegen die PIZ gestellt

Die Eigentümer*innen haben die Faxen von Lars Windhorst endgültig dicke, der Oberbürgermeister bewegt sich etwas und die Zukunft ist wie gewohnt ungewiss. Aber es tut sich was im Ihme-Zentrum.

Die Situation im Ihmezentrum spitzt sich zu: Am 15.08.2023 hat die Hausverwaltung beim Amtsgericht Hannover einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Projekt IZ Hannover GmbH (PIZ) gestellt. Der PIZ gehören 80 % eines in den 70er-Jahren gebauten riesigen Wohnungs- Büro- und Einkaufzentrum-Komplexes. Die PIZ, die den Gebäudekomplex 2019 gekauft hat, gehört zur Tennor-Gruppe und ist mit dem „Allto-Trust“ verschachtelt. Hinter Tennor und Alltro steckt der Finanzjongleur Lars Windhorst. Nach Vorliegen des Insolvenzantrages hat ein Sprecher von Herr Windhorst in der HAZ am 21.08.23 erklärt, dass dieser nichts mehr in das Ihme-Zentrum investieren werde, weil „das Projekt leider nicht so funktioniert habe wie geplant“. Herr Windhorst habe jetzt „nicht die Absicht, schlechtem Geld gutes hinterherzuwerfen“ und es werde „aktuell keine weiteren Investitionen seitens der Tennor-Gruppe geben“.

Wenn das Amtsgericht ein Insolvenzverfahren eröffnet, ist der erste notwendige Schritt getan, den Finanzjongleur Windhorst auch formell loszuwerden. In dem Zusammenhang ist auch die Nachricht wichtig, dass sich der Oberbürgermeister erstmalig zum in der Denkschrift der Zukunftswerkstatt ausgearbeiteten Konzept eines „Hannover-Konsortiums“ bekannt hat, das als Käufer im Insolvenzverfahren auftreten könnte und zu erkennen gegeben hat, die Schritte dorthin positiv zu begleiten.

Doch die eigentliche Herausforderung beginnt erst jetzt und es ist noch völlig unklar, wohin die Reise geht. Das für die Bewohner*innen aktuell größte Problem ist, das auf die ca. 800 Wohnungseigentümer*innen bzw. Mieter*innen plus deren Familien und die 11 „kleinen Gewerbebetriebe“ voraussichtlich für die Dauer von mindestens ein bis zwei Jahre eine sehr schwere Zeit zukommt. Sie müssen die zwingend notwendigen Betriebskosten für den gigantischen Gebäudekomplex, die von der PIZ nicht mehr bezahlt werden, bis zu dem Zeitpunkt übernehmen, an dem aus dem Kaufpreis einer Zwangsversteigerung frisches Geld kommt. Wie hoch die Mehrkosten für die Eigentümer*innen sein werden, wird erst ein Notwirtschaftsplan zeigen, den die Hausverwaltung im Oktober vorlegen will.

Weiterführendes zum Stand der Dinge, zur Frage einer Strafbarkeit der Beteiligten aufseiten der PIZ, zur Haltung des Oberbürgermeisters und der Ratsfraktionen sowie zu verschiedenen Zukunftsszenarien finden Sie hier.