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Allgemein

Wie das Ihme-Zentrum wurde, was es ist – und was es werden kann

In seiner inzwischen fast fünfzigjährigen Geschichte hat sich das Gesicht des Ihmezentrums vielfach gewandelt. Um seine gegenwärtige Gestalt zu verstehen und seine Möglichkeiten zu begreifen, hilft ein Blick in seine Geschichte. Im Lindenspiegel ist hierzu im Februar ein toller Artikel erschienen, der sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und möglichen Zukunft des Ihmezentrums befasst. Damit er nicht verloren geht, haben wir ihn hier verlinkt: Ist die Insolvenz eine Chance für das Ihme-Zentrum?

Insolvenzverfahren gegen die PIZ beginnt

Das Insolvenzgericht am hannoverschen Amtsgericht hat dem Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahren gegen die PIZ GmbH stattgegeben. Damit ist offiziell, dass erhebliche Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Unternehmens bestehen.

Die schlechte Zahlungsmoral der PIZ GmbH beschäftigt die Eigentümergemeinschaft des Ihme-Zentrums schon seit längerem. Zahlungen wurden, wenn überhaupt, erst spät beglichen, sodass es zu routinemäßigen Pfändungen der Einnahmen durch die Hausverwaltung kam.

Der PIZ GmbH gehören ein Großteil der Gewerbeflächen im Ihmezentrum. Sie gehört zur Unternehmensgruppe von Lars Windhorst.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde der hannoversche Rechtsanwalt Jens Wilhelm eingesetzt. Der Anwalt führt damit jetzt die Geschäfte der PIZ.

Sobald alle Geschäftsunterlagen der GmbH geprüft sind, wird dann voraussichtlich das ordentliche Insolvenzverfahren beginnen.

Die HAZ zitiert den vorläufigen Insolvenzverwalter in ihrer Ausgabe vom 06.10.2023 mit den Worten, er wolle auch „die Chance ergreifen, dass das Ihme-Zentrum städtebaulich endlich den Platz ausfĂĽllt, der ihm zusteht und am Ende des Verfahrens eine Perspektive nach vielen wirtschaftlichen Enttäuschungen sowie eine tragfähige Lösung zu haben“.

Richtigstellung

Herr Warnecke, Leiter des Fachbereiches Stadtplanung der Landeshauptstadt Hannover (LHH), machte bei der Veranstaltung der Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum am 16.05.23 zwei zentrale Aussagen, warum die Vorschläge der Denkschrift der Zukunftswerkstatt zur Sanierung der Sockelgeschosse im Ihme-Zentrum nicht umsetzbar seien, wobei aber die erste Aussage nicht einschlägig und die zweite falsch ist! (Klicken Sie auf die Überschrift für die ganze Richtigstellung.)

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Neue Räume

Unsere neuen Räume sind ab sofort nutzbar. Wenn Sie sich einen Eindruck verschaffen möchten, sehen Sie sich gern das Video von der Eröffnung an.

Video: Michael Hoop, Schnitt: Alexander Grosse-Strangmann

 

BaustellenfĂĽhrungen

Planen versperren mehr denn je Einblicke in den Sockelbereichen, doch mehrere Bauschilder deuten Bauaktivitäten an.

Die Stadt Hannover hat mit dem Großeigentümer unter Lars Windhorst laut Zeitungsberichten vereinbart, dass es Baustellenführungen geben solle, um etwas mehr Transparenz in die Vorgänge zu bringen. Eine erste Führung fand am 28.10.2021 statt.

Bei Interessen prĂĽfen Sie bitte, ob und wann FĂĽhrungen stattfinden, auf der Website von plan zwei unter www.ihme-zentrum.info (Achtung, Bindestrich!) – dort wird dann auch die Anmekdung möglich sein.

Ja zum Fortschritt, nein zum Fortschritt um jeden Preis.

Seit Anbeginn unserer Initiative haben wir uns für das Ihme-Zentrum eingesetzt: für die Wiederbelebung des Sockelbereichs, für die Einbeziehung der „Stadt in der Stadt“ in den Stadtteil und für die Anerkennung als eine der größten Ikonen des Baustils „Beton brute“, aus dem Französischen unglücklich übersetzt als „Brutalismus“.

Daher sind wir froh darüber, dass die Projekt IZ Hannover GmbH (PIZ) konstruktive Schritte übernimmt, um den weiteren Verfall der Sockelstrukturen aufzuhalten. Dazu gehören die Übernahme der Konstruktionsakten, die Neuvermessung und die Betonsanierung. Auch die Abkehr vom alten Konzept der Einkaufspassage auf +1-Niveau und die Bereitschaft, einige Quadratmeter ihrer Eigentumsfläche für die gradlinigere Durchquerung von der Ida-Arenhold-Brücke zur Gartenallee herzugeben.

Da das aber alles nicht schnell genug voran geht, ist das konsequente vertragskonforme Vorgehen der Stadtverwaltung richtig. Als „gebranntes Kind“ hatte sie ja bei der letzten Mietvertragsverlängerung mit der PIZ Sanierungs- und Revitalisierungsfristen vereinbart, bei deren Nichteinhaltung Konventionalstrafen fällig werden. Da das investierende Unternehmen von Lars Windhorst nicht die Gebäudeanteile, sondern die besitzende GmbH kaufte, war klar, dass die PIZ samt ihrer bestehenden Verträge übernommen wurde.

Die neue Transparenz und Kooperation, die die neuen Eigentümer und die neue Verwal­tungsspitze versprochen haben, sind jedoch bislang ausgeblieben.

Die so genannten Kleineigentümer:innen von Gewerbebereichen im Ihme-Zentrum, in einer mühselig ausgehandelten Vereinbarung zwischen Wohnungseigentümer:innen und Gewerbe­großeigentümer PIZ mitgefangen/mitgehangen, wurden über viele Monate nicht über die Sanierungsplanungen der PIZ informiert, konnten also nicht nachvollziehen, geschweige denn mitbestimmen, wofür sie denn zahlen sollen. Die Wohnungs­eigen­tümer:innen wurden bisher nicht außerhalb des Beirats an der Planung beteiligt, obwohl Auswirkungen auf Gemein­schafts­flächen, Lärmemission und Zugänge zu erwarten sind. Wenn die Planung der Sanierung tat­sächlich bis zum Abschluss eines Rechtsstreits nicht vorangegangen wäre – so das vorgescho­bene Argument – dann sind die oben erwähnten Konventionalstrafen mehr als gerechtfertigt.

Auch die groß angekündigte Bürgerbeteiligung zu Fuß-und-Radweg-Durchwegung erwies sich eher als Maus denn als Elefant. Nach gut einem Jahr ohne Bürgerbeteiligung durften die Bürger:in­nen während zwei Wochen ihre Pros und Contras zu zwei relativ ähnlichen Alterna­tiven äußern – das war’s.

Hier kommen wir zur Rolle der Stadt Hannover. Die neue Verwaltungsspitze – hier namentlich Oberbürgermeister Onay und Baudezernent Vielhaber – lässt keine Transparenz und Bürger:in­nen­beteiligung erkennen. Die kaum stattgefundene Bürgerbeteiligung sollte herausragender Bestandteil des Leuchtturmprojekts sein, das deshalb der Stadt Bundes­gelder beschert hat.

Unsere Angebote zum Gespräch mit der Stadtverwaltung bleiben unbeantwortet. Die Dis­kus­sion am Runden Tisch oder im Bezirksrat um Verkehrskonzepte, die dem Grünen-Ziel der Ver­kehrsflächen-Umwidmung nahekommen und geeignet wären, Barrieren zwischen Stadtteilen und Ihme-Zentrum zu verringern, werden – von alten SPD-Seilschaften? – blockiert.

Dass die Stadt Hannover soziokulturelle Räume im Ihme-Zentrum verankern will, die Stadt­ver­waltung unter Belit Onay aber auch hierüber nicht mit der Zukunftswerkstatt redet, die auf Beschluss der Volksvertretung aus dem städtischen Etat eine Förderung für ihre Stadt­teil­kul­tur­arbeit erhält, ist ein weiteres Ärgernis.

Ärgerlich ist unterdessen auch, welche Neugestaltung die PIZ plant. Ist es auch richtig, in den rund 60.000 m² Gewerbefläche weniger Verkaufsfläche vorzusehen als früher, so ist die Planung mit „Premium-Parkplätzen“ im Herzen des Erdgeschosses bei gleichzeitig hunderten ungenutzten Parkplätzen in den Untergeschossen kaum als inspiriert und zukunftsgerichtet anzusehen. Die jüngst angebrachte Materialproben heller Klinker­ver­blen­dung lassen den Wunsch erkennen, ein herausragendes Beispiel des Beton brute in ein austauschbares Etwas zu verwandeln, während weltweit ein Hype um gute Brutalismus-Architektur entstanden ist. Der Komplex hat doch nicht umsonst sogar einen Punkt bei der Kulturhauptstadtbewerbung gespielt.

Ja, das Ihme-Zentrum ist groß. Genau deshalb braucht es auch Größe: große Ideen, Gestal­tungswillen, Transparenz, Kommunikation, Koordination. PIZ, Stadtverwaltung, Wohn­eigen­tümergemeinschaft (vertreten durch den Beirat) und Hausverwaltung lassen diese Größe leider missen – zum Nachteil der Stadt und der Bevölkerung.

Rundgänge

Die beliebten Rundgänge bieten wir wieder monatlich an! 🙂

06.11.2021 mit Schwerpunkt Kultur,
04.12.2021 mit Scherpunkt Architektur,
08.01.2022 mit Schwerpunkt Bewohner:innen

Details finden Sie in unserer TerminĂĽbersicht.

Anmeldungen unter rundgaenge@ihmezentrum.info – kontaktieren Sie uns gern auch fĂĽr Gruppen mit individuellen Terminen.

Umbau des Ihme-Zentrums

Im südlichen Bereich der Blumenauer Straße ist Anfang April die Demontage von Fassadenverblendungen fortgesetzt worden und damit auch ein praktischer Schritt zur Neugestaltung des Sockelbereichs des Ihme-Zentrums  erkennbar. Auch das Baustellenschild an der Blumenauer Straße wurde erneuert.

Im Ihme-Zentrum selber tut sich baulich aber derzeit wenig. Immerhin waren schon mehrfach Pläne zur Neugestaltung der Fußweg/Radweg-Durchwegung (Gartenallee <> Calenberger Straße etc.) in den Medien, aber eine Information an die kleineren Eigentümer oder gar eine Bürgerbeteiligung hat bisher nicht stattgefunden. Wir hoffen zwar, dass die Aktivitäten trotz Corona weitergehen, es könnte aber auch zu weiteren Verzögerungen kommen.

Pläne für den weiteren Umbau der Basisebene oder für die zukünftige Nutzung des enercity-Büroturms sind derzeit nicht bekannt. Auch hier ist bisher keinerlei Bürgerbeteiligung zu spüren.

Für Schlagzeilen sorgte am Jahresanfang ein Beschlussantrag für die Eigentümerversammlung, wonach sich alle Gewerbeeigentümer (nicht nur der Großeigentümer) an den Kosten der Sanierung beteiligen sollen (ca. 50 Millionen Euro oder mehr), wobei die Trägergesellschaft der Zukunftswerkstatt, die Ihmeplatz 7E GmbH, mit zumindest 160.000 Euro beteiligt ist. Die Trägergesellschaft und der Verein arbeiten an einer Lösung des Problems.

Ecovillage

Das Projekt Ecovillage Hannover erfreut sich groĂźen Interesses. Wir freuen uns, dass zahlreiche Veranstaltungen und Arbeitstreffen im Ihme-Zentrum stattfinden. Vom größten zusammenhängenden Betonkomplex Europas bis zu Kleinsthäuser-Konzepten – unsere Stadt lebt von der Vielfalt. Einige Veranstaltungen finden Sie in der Terminspalte auf dieser Website, die komplette TerminĂĽbersicht hat Ecovillage Hannover auf seiner eigenen Website www.ecovillage-hannover.de.

 

Veranstaltungen

Ăśber unsere Veranstaltungen informieren wir seit 2019 nicht mehr in einem ausfĂĽhrlichen, aber doch etwas unĂĽbersichtlich gewordenen Programmheft.

Statt dessen finden Sie die Informationen hier auf der Website, bei Facebook und bei Instagram.

Wollen Sie selbst die Räume nutzen? Wir freuen uns über Anfragen an raum@ihmezentrum.info.